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Veröffentlicht von Redaktion am 08.03.2012

Wie wir alle in der Schule gelernt haben, ist die Tragödie neben der Komödie die zentrale Darstellungsform des Dramas

Wie wir alle in der Schule gelernt haben, ist die Tragödie neben der Komödie die zentrale Darstellungsform des Dramas

Als der griechische Dichter Thespis im Jahr 534 v. Chr. die nachweislich erste Tragödie der Weltgeschichte aufführen ließ, hatte er mit ziemlicher Sicherheit noch nicht die Eurokrise im Hinterkopf. Fakt ist aber, dass auch das heutige Griechenland genug dramatische Wendungen produzieren kann, um zumindest die Finanzwelt in Atem zu halten. Ob das Drama „Griechenland und der Euro“ am Ende zur Tragödie mutiert oder doch noch die Kehrtwende zu einem klassischen Happy End in Hollywoodmanier schafft, hängt nicht unwesentlich vom Erfolg des griechischen Schuldenschnitts ab. Heute um 21 Uhr zeigt sich, wieviele private Gläubiger der mehr oder minder sanfte Zwang der letzten Wochen dazu bewegen konnte, auf mehr als 70 Prozent ihrer Forderungen zu verzichten.

 

Wer nicht mitziehen will, wird zwangsweise ins Boot geholt, wenn mindestens die Hälfte der Anleihegläubiger an der Abstimmung über den Schuldenschnitt teilnimmt und davon zwei Drittel ein positives Votum abgeben. Nach Ansicht nicht weniger Marktbeobachter sind die Voraussetzungen dafür schon jetzt erfüllt. Die wenig verlockende Aussicht auf die Folgen eines ungeordneten Bankrotts Griechenlands hat viele Gläubiger in den letzten Tagen zum Einlenken bewegt. Bleibt zu hoffen, dass ein positives Votum für den Schul- denschnitt wenigstens mit einem Kursfeuerwerk an den Börsen garniert wird. 

 


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