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Veröffentlicht von Der Goldreport Ltd am 02.06.0024

Eine exklusive Leseprobe des Börsenbriefs der Ausgabe vom 02.06.0024:

Börsenbrief Der Goldreport
Der Goldreport

Der Goldreport Ltd - veröffentlicht diesen Börsenbrief seit Januar 2003

Widersprüchliche Signale bei Edelmetallen und Minen

Im Minensektor war es im vergangenen Jahrzehnt meist der Fall, dass es zu einem starken Ausverkauf kam, welcher von einem extrem hohen Volumen begleitet wurde, bevor eine Trendwende einsetzte. Nachdem wir bereits im April einen derartigen Ausverkauf gesehen haben, hielt dieses Tief für etwa 8 Wochen. Nun erfolgte nach der FED-Sitzung ein weiterer starker Ausverkauf. So wurden als Beispiel beim TSX-Gold-Index am Donnerstag über 100 Millionen Aktien gehandelt, was etwa dem doppeltem Durchschnittsvolumen entspricht. Am Freitag, einem 2,50% Plus-Tag, wurden fast 200 Millionen Aktien gehandelt, also das Vierfache des normalen Volumens (siehe Chart nächste Seite).

Derartige Bewegungen mit den entsprechenden Volumen sind für jeden Markt in der Regel Anzeichen für Trendwenden oder für ein Preistief. Auch die früher geltende Annahme, dass die Goldminen dem Goldpreis vorauslaufen, scheint derzeit keine Daseinsberechtigung mehr zu haben. Nach der Erholung der Minen am Freitag hätte man demnach heute mit einem Goldpreisanstieg über 1.300 USD rechnen müssen. Noch ist der Tag jung, doch die Schwäche, welche wir heute Morgen im asiatischen Handel sehen, passt nicht mit der Erholung der Minen unter den extrem hohen Volumen überein.



Auch beim Goldpreis haben wir am Donnerstag im Ausverkauf ein erhöhtes Handelsvolumen an der COMEX gesehen. Am Freitag dann eine Erholung auf knapp 1.300 USD mit erhöhtem Volumen, ähnlich wie im April 2013:



Noch verwirrender wird es, wenn wir die aktuellen Positionierungen an der US-Terminbörse COMEX bei Gold betrachten. Dort ergibt sich nämlich die niedrigste Netto-Short-Positionierung der COMMERCIALS seit mehr als 10 Jahren! Obwohl die aktuellsten Daten per 18.06.2013 ermittelt wurden und damit der Rutsch unter 1.300 USD noch gar nicht enthalten ist, haben die COMMERCIALS ihre Long-Positionen auf Gold erhöht und Short-Positionen reduziert. Die Netto-Short-Position lag nur noch bei rund -44.000 Kontrakten und dies ohne die starke Bewegung am Donnerstag!



Im Gegenzug haben die großen Spekulanten ihr kumuliertes Long-Engagement bei Gold weiter reduziert. Per Saldo sind die großen Spekulanten nur noch mit 43.692 Kontrakten auf Gold LONG, was ebenfalls ein neues Extrem bedeutet:


 

Fazit: Obwohl die Abwärtsbewegung beim Gold derzeit noch läuft, sehen wir an der COMEX eine Konstellation, die kaum mehr vorstellbar war. Bereits vor einigen Wochen hatten wir Extrem-Positionierungen nahe den 2008er Niveaus und jetzt wurden diese sogar noch getoppt. Die COMMERCIALS könnten mit dem weiteren Goldpreisrutsch am Donnerstag weitere Short-Positionen gedeckt haben. Somit würden sich die aktuellen Daten sogar noch weiter verbessern. 

Gold, Silber und die Goldminen befinden sich aktuell an einem Punkt, den man als Extrem-Stress-Niveau bezeichnen könnte. Die Anlegergruppe, die im vergangenen Jahrzehnt steht richtig lag, ist aktuell für steigende Goldpreise positioniert. Die zyklisch handelnden Spekulanten sind stark aus dem Gold ausgestiegen und halten einzeln betrachte die höchste Short-Position seit Jahren. 

Alle großen Trendwenden nach oben wurden genau aus diesen COMEX-Konstellationen geboren. Die zeitliche Spanne zwischen Extrempositionierung und Trendwende lag zwischen 4 und 8 Wochen. Die COMMERCIALS unterschritten erstmals am 07.05.2013 das Niveau von weniger als 90.000 Netto-Short-Kontrakten. Es ist also davon auszugehen, dass der Goldpreis innerhalb der kommenden 2 Wochen sein Tief markiert und es anschließend zu einer vermutlich extrem starken Gegenbewegung kommen wird. Die großen Spekulanten werden bei einer solchen Bewegung derart in die Enge getrieben werden, dass es zu einem gewaltigen Short-Squeeze kommt. Statt Tage mit 50 USD oder 100 USD auf der Verlustseite, werden wir Tage mit solchen Bewegungen nach oben sehen! Noch ist Gold jedoch in den Bärenklauen und es kann nicht mit Sicherheit gesagt werden, dass am Donnerstag das Tief markiert wurde. Deshalb noch zurückhalten!

 


Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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