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Veröffentlicht von Redaktion "Rohstoff-Spiegel" am 02.05.2010

Verringertes Risiko für Linear-Aktionäre

Verringertes Risiko für Linear-Aktionäre

Unerwarteter Geldregen für Apollo/Linear! Wenn Gesellschaften in den letzten Jahren Absicherungsgeschäfte betrieben haben, dann ging das meist in die Hose oder man begrenzte den Gewinn, indem beispielsweise Goldproduzenten Vorwärtsverkäufe vorgenommen haben. Apollo hat es besser gemacht. Man sicherte sich gegen einen fallenden US-Dollar gegen kanadische Dollar ab, um damit die Finanzierungs- und Produktionskosten der Black Fox im ersten Jahr vor Wechselkursschwankungen abzusichern.

Die unerwartete Stärke des kanadischen Dollars (für uns eine der besten Währungen der Welt) brachte einen hohen Buchgewinn, den man in der letzten Woche realisierte. 8,2 Millionen US-Dollar spülte das Auflösen dieses Hedges in die Kasse. Damit kann die bald fusionierte Apollo/Linear, für die man derzeit einen neuen Namen sucht, die Schulden noch schneller abbauen, als bisher geplant. Von den 70 Millionen USD Schulden, die Apollo durch die Finanzierung seiner Black Fox Mine aufgenommen hatte, sind nun 18,2 Mio. USD schon zurückgezahlt. Weitere 10 Mio. USD kommen beim Closing der Fusion hinzu und weitere 10 Mio. werden bis Ende 2010 aus dem Cash Flow zurückgezahlt. Damit hätten sich die Schulden der fusionierten Gesellschaft bis Ende 2010 mehr als halbiert. Dies erinnert von der Geschwindigkeit des Schuldenabbaus her ein wenig an Thompson Creek, welche nach der Übernahme durch Blue Pearl (und der Namensänderung in Thompson Creek) ebenfalls in Rekordzeit die Schulden reduzierten. Wir brauchen nicht noch einmal die Vorzüge dieser fusionierten Gesellschaft nennen. Es passt einfach! Und es ist nur eine Frage der Zeit, bis Investoren realisieren, dass es nicht so viele Goldwerte gibt, die bei 100.000 Unzen Jahresproduktion und 2,3 Mio. Unzen Reserven ein ähnliches Wachstumsprofil (170- 200.000 Unzen in den nächsten 3 Jahren möglich) aufweisen können. Und dies bei fundamental vorhandenem Verdopplungspotenzial und begrenztem Risiko nach unten. Achten Sie nur auf diese Vergleichsparameter! Betrachtet man die wichtigsten Bewertungen für einen Produzenten (und Linear/Apollo werden in 2010 gute 100.000 Unzen fördern, bis 2013 auf 180.000 Unzen!), dann fällt auf, dass die Aktie im Branchenvergleich durchwegs dramatisch unterbewertet ist. Nach einer Roadshow, auf der sich Linear und Apollo präsentierten, scheinen dies auch immer mehr Anleger zu realisieren. Beide Gesellschaften profitieren enorm voneinander - eine echte Win/Win-Situation. Die Vorteile: Linear reduziert das Risiko, seine Projekte selbst finanzieren zu müssen und kann auf die Expertise des Apollo- Teams zurückgreifen. Apollo profitiert, weil man seine Schulden durch den hohen Cashbestand von Linear reduzieren kann und nun auch die nötigen Spielräume besitzt, um den Abbau in der Black Fox Mine zu optimieren. Hier dürfte mit der Linear-Investition in Kürze mehr High-Grade- Material aus der Untertagemine dem Low-Grade-Gestein des Tagebaus beigemischt werden und die Mine damit wesentlich mehr Cash Flow erzeugen. Zudem hat die neue Gesellschaft damit auch das Geld, um das enorm brach liegende Explorations-Upside bei Apollo anzugehen. Wer glaubt, bei Linear/Apollo handele es sich jetzt um eine eher langweilige Junior-Produzenten-Story, die von 100.000 auf 200.000 Unzen Produktion wachsen, der sieht sich getäuscht! Denn: Auch Explorationsfreaks werden mit dieser Aktie noch ihren Spaß haben. Sowohl Linear als auch Apollo kontrollieren Goldgürtel, die zwar bereits je über 1 Million an Reserven in profitablen Lagerstätten in sich tragen, aber die nur sehr begrenzt weiterexploriert wurden. Die Chance, dass bei beiden Lagerstätten weit größere Minen entdeckt werden, ist unserer Ansicht nach enorm. Dies werden die Investoren aber ebenfalls in wenigen Wochen und Monaten realisieren! Die Linear-Aktie ist nun wesentlich risikoärmer als vor der Fusionsankündigung, hat aber nach wie vor das volle Upside von 100% vom aktuellen Niveau! Charttechnisch sollte sich der Abwärtstrend demnächst erledigt haben. Bei einem Break über 1,95 CAD sollte sie wieder den Weg nach Norden einschlagen!

Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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