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Veröffentlicht von M.G. Börsen-Service am 10.04.2015

Eine exklusive Leseprobe des Börsenbriefs der Ausgabe vom 10.04.2015:

Börsenbrief Cleverselect Investments
Cleverselect Investments

M.G. Börsen-Service - veröffentlicht diesen Börsenbrief seit August 2008

Südzucker AG – Gewinnwarnung

Europas größter Zuckerproduzent musste mit der Vorlage seiner Geschäftszahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2014/2015 (Geschäftsjahrende Februar 2015) eine Gewinnwarnung herausgeben.

Südzucker leidet in erster Linie unter den sinkenden Zuckerpreisen, die auf eine Überproduktion in Europa und höheren Zuckerimporten aus Entwicklungsländern zurückzuführen sind.

Der operative Gewinn brach von 622 auf 180 Mio. € ein. Der Umsatz brach um 10% auf 6,80 Mrd. € ein. 

Die Gewinnerwartungen von 200 Mio. € wurden damit verfehlt. 

Der Ausblick für das laufende Geschäftsjahr 2015/2016 enttäuschte die Märkte. Laut der Geschäftsführung soll der Umsatz nur zwischen 6 und 6,30 Mrd. € liegen.


 

Der Gewinn soll sich in einer breiten Spanne zwischen 50 und 150 Mio. € bewegen. 

Der Markt rechnete nur mit einem leichten Umsatzrückgang auf 6,70 Mrd. €. Beim Gewinn lagen die durchschnittlichen Markterwartungen bei 190 Mio.€. 

Die Geschäftsführung hält trotz der schlechten Aussichten an ihren mittelfristigen Ziele fest- einen operativen Gewinn von 550 Mio. € zu erzielen. 

Der Zuckermarkt wird in der EU über Produktionsquoten gesteuert. Ab 2017 fallen diese Quoten weg, wodurch der Wettbewerb tendenziell noch schärfer werden müsste, was letztendlich wieder zu fallenden Zuckerpreisen führen wird und damit das Unternehmen belasten wird. Von daher gilt ein Gewinn von 550 Mio. € als ambitioniert. 

Südzucker wird nach dem Kurssturz noch mit 2,50 Mrd. € bewertet. Bei einem Nettogewinn von 110 Mio. € errechnet sich ein KGV von 22,72. Ein KGV von rund 23 ist für die Nr. 1 in Europa nicht mehr günstig. Zumal die Risiken im Hinblick auf die geänderte Gesetzeslage zugenommen haben.

Im Bereich der 10 Euro-Marke liegt eine Unterstützung, siehe Chart. Prallt die Aktie hier ab, dann kann man hier, aus rein charttechnischen Gründen, kurzfristig einsteigen. Das erste Kursziel liegt dann im Widerstandsbereich der 13 Euro-Marke, siehe Chart.


 


Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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