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Veröffentlicht von Redaktion am 31.03.2012

Spezialreport Graphit: Werkstoff der Zukunft

Spezialreport Graphit: Werkstoff der Zukunft

Jeder von uns kennt Graphit etwa aus Bleistiftminen, Tennis- oder Golfschlägern. Kohlefasern (Karbon) finden Verwendung im Ultraleichtbau und dürften auch allen bekannt sein, die sich für Flugzeugtechnik oder Formel-1 interessieren. Und Sportwagenfans schwören auf geräuschlose Karbon-Bremsen, die ein (Auto)-Leben lang halten.

Graphit ist ein exzellenter Hitzeleiter, widersteht Temperaturen bis zu 3.600 Grad sowie sämtlichen chemischen Substanzen. Deshalb kommt mit 52 Prozent die traditionell stärkste Nachfrage aus der Stahlindustrie. Gleit- und Schmierstoffe kommen auf einen Anteil von 14 Prozent.

Autoindustrie startet ins Kohlefaserzeitalter!

Karbon wird für die Autoindustrie immer wichtiger und findet schon jetzt Verwendung in Zylinderköpfen, Kupplungen, Dichtungen, Auspuff-Systemen und Motoren. Weltgrößter Hersteller von synthetischem Karbon ist das deutsche Unternehmen SGL Carbon. Im November 2011 kaufte sich BMW mit 15 Prozent ein, acht Monate nachdem sich Volkswagen mit fast 10 Prozent beteiligte. Und damit wird sich die Zukunft des Automobilbaus grundlegend ändern. Bevor die Massenproduktion einsetzt, planen die Autobauer, weniger Karbon in möglichst viele Fahrzeuge zu bringen, als viel Karbon in wenige. Autos werden weiter an Gewicht verlieren, weniger CO2 ausstoßen und Sprit sparen. Auto-Teile stehen derzeit für 14 Prozent der weltweiten Lithium-Nachfrage.

Die beiden Schlüsselmärkte!

Lithium-Ionen-Batterien haben derzeit einen Marktanteil von 14 Prozent – Tendenz steigend. Der springende Punkt: Der Graphit-Anteil einer Lithium-Ionen-Batterie ist 11 Mal höher als der Lithium-Anteil. Die Hauptnachfrage wird von zwei Seiten erwartet: Consumer Electronics (Handys, Notebooks, Elektrogeräte) und Elektro/Hybrid-Autos. Allein dadurch könnte sich die Graphit-Nachfrage in den nächsten 10 Jahren auf jährlich 2 Millionen Tonnen verdoppeln. Dieser Nachfrageschub würde 25 neue Graphitminen mit einer Produktion von 40.000 Tonnen pro Jahr erfordern. Hinzu kommt: Die US Geological Society geht davon aus, dass neuartige, in der Entwicklung befindliche Brennstoffzellen, genauso viel Graphit benötigen wie alle anderen Sektoren zusammen.

Wundermaterial Graphene!

Im Oktober 2010 haben zwei Physikprofessoren den Nobelpreis für etwas gewonnen, das Graphene heißt. Es handelt sich um Kohlenstoffatome, die aus hochgradigem Graphit gewonnen werden. Es kann gezogen werden wie Gummi und ist gas- und flüssigkeitsdicht. Es ist auch leitfähig und könnte irgendwann Silizium und Kupfer ablösen. Graphene ist 300 Mal stärker als Stahl und leitet Hitze 10 Mal schneller als Kupfer. Zum Verständnis: Stellen Sie sich einen Elefanten vor, der mit allen vier Füßen auf einem Bleistift steht – ein ultradünnes Blatt aus Graphene würde diesem Gewicht locker standhalten. Samsung plant noch dieses Jahr den Start des neuen „Galaxy Skin“, ein biegbares, superdünnes Smartphone mit Graphene als Ausgangsmaterial. Die Forschungen mit dem Wundermaterial laufen weltweit auf Hochtouren. Soeben meldet die University of California: „Unsere Forschungen zeigen, dass neue Superkondensatoren mit Graphen-Elektroden ebenso viel Energie speichern wie konventionelle Akkus, sich aber hundert- oder tausendmal schneller laden lassen“. Nobelpreisträger Geim hofft, dass Graphene unser tägliches Leben so ändern wie einst Kunststoffe!

Vorkommen und Graphit-Markt!

Graphit kommt in der Natur in Form vereinzelter Flocken und Körner in kohlenstoffreichem Gestein vor. Von wirtschaftlicher Bedeutung sind die Vorkommen in Asien, Madagaskar Simbabwe und Brasilien. China kontrolliert 73 Prozent des globalen Graphitmarktes, als nächstes kommt Indien mit 10 bis 15 Prozent, danach Brasilien mit etwa 8 Prozent. Nord Korea ist ebenfalls ein größerer Produzent – kleiner als Indien aber größer als Kanada. Weltweit beläuft sich der Bedarf auf etwa 1 Million Tonnen pro Jahr. Obwohl China selbst größter Hersteller ist, importiert das Land den Großteil der koreanischen Produktion.
Insgesamt gibt es 40 Produzenten in China, aber nur zwei in Kanada. Von den 12 größten Minen weltweit kommen 8 aus China. Es gibt nicht einen einzigen Graphit-Produzenten in den USA – dort verlässt man sich zu 100 Prozent auf Importe.

 

…“Lesen Sie im Spezialreport unbedingt, warum Graphit nicht gleich Graphit ist, wo die Chancen und Risiken liegen und worauf Sie bei Graphitunternehmen unbedingt achten müssen, um „Scharlatanen“ aus der Branche zu entgehen.

>> Hier finden Sie den Spezialreport von CompanyMaker


Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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