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Veröffentlicht von M.G. Börsen-Service am 07.11.2014

Eine exklusive Leseprobe des Börsenbriefs der Ausgabe vom 07.11.2014:

Börsenbrief Cleverselect Investments
Cleverselect Investments

M.G. Börsen-Service - veröffentlicht diesen Börsenbrief seit August 2008

Siemens AG – baut weiter um

Der neue Siemens-Chef Joe Kaeser präsentierte in dieser Woche seine erste Jahresbilanz des abgelaufenen Geschäftsjahres 2013/2014.

Der Gewinn konnte um 25% auf 5,50 Mrd. € gesteigert werden. Allerdings ist die Gewinnsteigerung auf Einsparungen und Verkäufe zurückzuführen. Der Umsatz gab nämlich um 0,50% auf 71,90 Mrd. € nach. 

Das Unternehmen plant bei schlankeren Strukturen weitere Zu- und Verkäufe und will die Forschung und Entwicklung sowie den Vertrieb weiter stärken. Bis Mitte 2015 sollen Transaktionen für mehr als 6,50 Mrd. € durchgeführt werden.

So wird die Hörgeräte-Sparte für 2,15 Mrd. € an den schwedischen Finanzinvestor EQT und die deutsche Unternehmerfamilie Strüngmann verkauft. Zunächst wird Siemens aber in erster Linie mit der Integration der Zukäufe zu tun haben: Neben dem US-Kompressorenhersteller Dresser-Rand übernimmt Siemens auch das Gasturbinen- und Kompressorengeschäft von Rolls-Royce.



 

Erste signifikante Verbesserungen im Geschäft erhofft sich Kaeser für 2016, im folgenden Jahr werde man dann die Früchte der Neuausrichtung ernten, so Vorstandschef Kaeser. 

Für das neue Geschäftsjahr sieht er viele Unsicherheiten. 

"Rund 40 Krisenherde zählt die Welt 2014, so viele wie seit Jahrzehnten nicht mehr", so Kaeser. Der Umsatz wird in diesem Umfeld aller Wahrscheinlichkeit nur auf Vorjahresniveau verharren. Den Gewinn will er zwar um mindestens 15% steigern - das liegt aber in erster Linie am Verkauf von Unternehmensteilen. 

Die Börse bewertet das Unternehmen mit aktuell 78,90 Mrd. €. Laut Kaeser soll der Gewinn im neuen Geschäftsjahr 15% hoher liegen- also bei 6,32 Mrd. €. Liegt der Gewinn am Ende des laufenden Geschäftsjahr tatsächlich bei 6,32 Mrd. €, dann beträgt das 2014/2015er KGV 12,48.

Die Siemens-Aktie ist inzwischen mehrmals an ihren Allzeithochs im Bereich der 100 Euro-Marke gescheitert, siehe Chart. Hier ist das Rückschlagspotenzial einfach noch zu groß. Zudem ist die Gewinnprognose von Kaeser ambitioniert.



 


Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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