Das unabhängige Börsenbriefportal
Dummy user
Veröffentlicht von Redaktion "Geldbrief" am 04.05.2010

Seltene Metalle

Seltene Metalle

„Die Rohstoff-Lücke!“ So lauten derzeit die Schlagzeilen über seltene Metalle, ohne die in Schlüsseltechnologien angeblich gar nichts mehr geht. Die Rede ist von noch halbwegs bekannten Metallen wie Lithium (Batterien und Akkus in Hybrid- und Elektroautos), den sogenannten Seltenen Erden (u. a. Neodym, Yttrium, Lanthan, Gadolinium etc.) und unbekannten Metallen wie Gallium, Indium, Molybdän und Germanium, alles seltene Metalle, die – grundsätzlich zutreffend – für die angesagten Zukunftstechnologien eine immer grössere Rolle spielen.

Was also liegt näher, als weitsichtiger, risikobereiter Kapitalanleger in Unternehmen zu investieren, die mit vorgenannten Seltenen Erden und Metallen ihr Geld verdienen? Grundsätzlich nichts – sofern man hohe Klumpenrisiken nicht scheut. Wie meist ist bei solchen Modetrends die Story besser als die harten Fakten. Insbesondere die letzten Jahrzehnte haben gezeigt, dass die Story Ressourcen-Knappheit eben nicht dazu geführt hat, dass die Rohstoffpreise durch die Decke schiessen. Es gibt ein Regulativ, welches viel wichtiger ist: Sobald Preise aufgrund zunehmender Knappheit (bedingt durch höhere Nachfrage etc.) steigen, entfaltet die Wirtschaft selbstregulierende Kräfte. Es werden Innovationsgeister geweckt, neue Ressourcen zu entdecken, vorhandene Ressourcen effizienter zu nutzen und/oder die Knappheiten durch Alternativen zu substituieren. Was bedeutet: Für den Trend Seltene Metalle und Erden ist eine Blase, die dann irgendwann platzt, eigentlich schon vorprogrammiert. Ein solches Klumpenrisiko muss man sich eigentlich nicht antun. Zur Erinnerung: Denken Sie nur an den (angeblichen) Zukunftstrend Nano-Technologie, für welchen die Finanzmedien in den letzten 10 Jahren Goldgräberstimmung schürten. Geld hat damit bis heute keiner verdient – wenigstens kein Anleger! Megatrend Afrika – ein Kontinent lockt Investoren: In Sachen Wachstumsmärkte und steigende Rohstoffmärkte halten wir es für eine ungleich solidere Spekulation, den Fokus auf den Kontinent Afrika zu setzen. Dass – bei allen Risiken und Problemen – der afrikanische Kontinent nicht zuletzt aufgrund des Rohstoffreichtums eine positive wirtschaftliche Dynamik entfaltet, ist mittlerweile unübersehbar. Eine neue Studie der Columbia University belegt, dass Afrikas Armut viel schneller als gedacht schwindet. Sämtliche Trends zeigen nach oben – für Investoren geradezu ideal. Bereits in 2007 (vgl. Geldbrief 10/2007 und 11/2007) haben wir Sie an dieser Stelle auf diesen Megatrend aufmerksam gemacht. Mit unseren damaligen Empfehlungen haben Anleger die Finanzkrise bestens überstanden. Gerne verweisen wir nochmals auf unsere früheren Empfehlungen in Geldbrief 11/2007. Der Trend ist intakt. Für eine breit gestreute, kostengünstige Afrika-Investition empfehlen wir aktuell den LYXOR PAN AFRICA – ETF (WKN: LYX0DK; ISIN: FR 0010636464/aktueller Kurs 10.85 Euro auf XETRA). An ungewöhnlicher Stelle: Wir kauften gerade 800 Stück zum Durchschnittskurs von 10.9475 Euro für unser TOP-TEN-Depot. Reale Werte sind gefragt. So oder ähnlich werben viele Banken für Anlageprodukte auf Basiswerte wie Gold, Silber, Palladium, Platin etc. Aber genau genommen erhält man bei vielen dieser Anlageprodukte nicht „reale Werte“, sondern Schuldverschreibungen des jeweiligen Emittenten, also meist von Banken. Und die können ja durchaus auch pleite gehen. Emittentenrisiko, Bonitätsrisiko – da war doch einmal was! Vorsicht insbesondere bei irreführenden Kürzeln: ETF (Exchange Traded Funds) sind Fonds, die im Konkursfall des Anbieters grundsätzlich speziell geschütztes Sondervermögen darstellen. Hiervon zu unterscheiden sind sogenannte ETC und ETN, die – obwohl ähnlich konstruiert – nur Schuldverschreibungen des jeweiligen Emittenten beinhalten, auch wenn durch Absicherungsmechanismen hier der Schutz grösser ist als bei einfach strukturierten Zertifikaten. Wenn schon, denn schon: Investitionen in „reale Werte“ sollte man nicht über Zertifikate (Papiergeld) tätigen und möglichst auch nicht über sogenannte ETC- und ETN-Konstruktionen.

Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


© Lettertest.de - Alle Rechte vorbehalten. Datenschutz Impressum Gütesiegel