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Veröffentlicht von Redaktion "Frankfurter Tagesdienst" am 02.03.2011

Saudi-Arabien rückt mehr und mehr in den Fokus und die Sorgenfalten der Anleger werden wieder größer

Saudi-Arabien rückt mehr und mehr in den Fokus und die Sorgenfalten der Anleger werden wieder größer

Nach der Festnahme des schiitischen Geistlichen Tawfik al-Amir haben Jugendliche zu einem Protestmarsch gegen die Herrscherfamilie aufgerufen. al-Amir hatte in einer Predigt die Einführung einer Verfassung angemahnt und Maßnahmen gegen Korruption und die Diskriminierung von ethnischen Minderheiten gefordert.

Mit einem Bevölkerungsanteil von rund 10 % stellen die Schiiten selbst eine Minderheit dar. Ein Großteil von ihnen lebt im Osten des Landes, wo sich der überwiegende Teil der Ölförderstätten des Landes befindet. Kommt es dort zu Unruhen, wird der Druck auf den Ölpreis weiter zunehmen. Saudi-Arabien ist mit einer täglichen Fördermenge von rund 9,8 Millionen Barrel am Tag nach Russland der größte Erdölproduzent der Welt. Etwa 9 % des globalen Erdölbedarfs werden allein von Saudi-Arabien bedient. Der Aktienmarkt in Riad geriet nach dem Bekanntwerden der Festnahme al-Amirs deutlich unter Druck. Der Leitindex Tadawul-All-Share brach um 6,8 Prozent ein. Nicht eine der 146 Aktien, die in diesem Index enthalten sind, konnte sich verteuern. Die weitere Entwicklung an den Finanzmärkten hängt davon ab, ob die Stimmung in Saudi-Arabien friedlich bleibt. Ein weiterer Anstieg des Ölpreises könnte die Hoffnung auf eine Fortsetzung der wirtschaftlichen Erholung abrupt im Keim ersticken und den Aufschwung an den Märkten nachhaltig gefährden.

Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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