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Veröffentlicht von Redaktion am 07.04.2011

Portugal ruft um Hilfe

Portugal ruft um Hilfe

Dass nach Griechenland und Irland auch Portugal auf finanzielle Unterstützung seitens der Europäischen Union angewiesen ist, kommt nicht überraschend. Die Finanzmärkte haben dieses Szenario längst eingepreist. Wir hatten mit Ausgabe 47/2011 darauf verwiesen, dass es nach dem Rücktritt des Minister- präsidenten José Sócrates und den kurz darauf angekündigten Neuwahlen nicht mehr lange dauern kann, bis Portugal die Krise nicht mehr aus eigener Kraft meistern kann.

 

Bis zu 80 Mrd. € wird das Land ersten Schätzungen zufolge über die kommenden drei Jahre verteilt benötigen. Die Verhandlungen über ein Rettungspaket, das letztlich alternativlos ist, können sich noch einige Wochen hinziehen. Die aktuelle Übergangsregierung ist nur eingeschränkt handlungsfähig. Im Juni finden Neuwahlen statt, erst im Anschluss daran kann ernsthaft verhandelt werden. Man darf demnach gespannt sein, wie Portugal mit den anstehenden Anleiheemissionen umgeht. Noch im April müssen neue Papiere mit einem Volumen von 4,2 Mrd. € platziert werden. Im Juni stehen 4,9 Mrd. € auf der Refinanzierungsagenda.

Den Euro lässt die Zuspitzung der Lage in Portugal überraschend kalt. Wir hatten nicht damit gerechnet, dass die europäische Gemeinschaftswährung diesen neuerlichen Tiefschlag derart locker wegsteckt. Aktuell werden für einen Euro 1,428 Dollar bezahlt. Das Jahreshoch liegt nur knapp über dieser Marke bei 1,433. Der Euro untermauert damit seine Stellung als Einäugiger unter Blinden. 

 


Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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