Platin: Setzt sich die Rally fort?

Veröffentlicht von Weimer Media Group GmbH am 21.02.2012
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Nach dem kräftigen Einbruch im vergangenen Jahr startete Platin im bisherigen Verlauf 2012 kräftig durch. Damit hat sich der seit September 2011 unübliche Abschlag zum Goldpreis verringert. Zudem erreichte der Platinkurs zuletzt beinahe das Zwischenhoch von November 2011, was die Frage aufwarf, ob da noch mehr geht?


 

Gut 21% Plus seit Jahresbeginn ist bis dato die Bilanz bei Platin. Damit wurde die letzte Welle nach unten (von November bis Dezember) der kräftigen Abwärtsbewegung 2011 fast ausgemerzt. Der Rückgang 2011 von insgesamt beinahe 23% ist aber längst nicht ausgebügelt, und bis zum Jahreshoch 2011 von mehr als 1.900 US­Dollar besteht noch einiges an Potenzial. Aber kann es auch ausgeschöpft werden?

Aus charttechnischer Sicht wurde zuletzt zunächst das 50%­Re­ tracement der Abwärtsbewegung vom Hoch im August bis zum Tief im Dezember überschritten, bevor der Preis in der vergan­ genen Woche wieder darunter rutschte, was das bullische Bild kurzfristig etwas eintrübt. Zudem entfernte sich der Kurs wieder von dem zuletzt beinahe erreichten Zwischenhoch von November 2011 bei 1.673 US­Dollar. Bei der Annahme einer fortgesetzten Aufwärtsbewegung ist somit ein prozyklisches spekulatives Kauf­ signal erst dann gegeben, wenn ein Sprung über 1.694 US­Dollar (61,8%­Fibonacci­Retracement) gelingt.

Aus fundamentaler Sicht sorgten im bisherigen Verlauf 2012 wohl Angebotssorgen für Rückenwind. Hier im Blick ist vor allem Süd­ afrika als weltweit größter Produzent. Zum einen gibt es einen Streik in einer großen Mine. Zum anderen sind immer wieder andere Produktionsunterbrechungen zu verzeichnen, was das An­ gebot verknappt, sei es wegen Stromausfällen oder wegen behörd­ lich angeordneter Schließungen. Das daraus resultierende relativ knappe Angebot trifft auf eine solide Nachfrage. Im Gegensatz zu Gold wird Platin weitaus stärker in der Industrie eingesetzt, insbesondere für Katalysatoren. Die Frage ist nun, inwieweit sich die 2011 brummende Automobilkonjunktur auch 2012 fortsetzt. Sollte sich die Annahme einer weiterhin soliden Entwicklung in der Autoindustrie bewahrheiten, könnte dies dazu führen, dass sich der zuletzt unübliche Preisabschlag gegenüber Gold wieder in einen Aufschlag wandelt. Ein Muss ist dies aber nicht. 

 

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