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Veröffentlicht von M.G. Börsen-Service am 11.12.2015

Eine exklusive Leseprobe des Börsenbriefs der Ausgabe vom 11.12.2015:

Börsenbrief Cleverselect Investments
Cleverselect Investments

M.G. Börsen-Service - veröffentlicht diesen Börsenbrief seit August 2008

Osram Light AG – bestätigt Strategie

Der Leuchtmittelhersteller Osram hat in dieser Woche seine umstrittene Erneuerungsstrategie in Richtung LED-Technik vehement verteidigt.

Als das Unternehmen vor zwei Monaten seine Strategie publizierte brach die Osram-Aktie um ein gutes Drittel ein und konnte sich danach nicht mehr richtig erholen. 

„Wir müssen uns weiter ändern, wenn wir erfolgreich mitspielen wollen in den nächsten Jahren“, so Osrams LED-Chef Aldo Kamper am Montag. „Wir brauchen eine richtig große Fabrik in einem Land mit möglichst niedrigen Faktorkosten.“

Das Unternehmen will Milliarden in das Geschäft mit Leuchtdioden (LED) und den Bau einer Fabrik in Malaysia investieren. Der Markt befürchtet, dass sich Osram dem Massenmarkt der zerstörerischen Konkurrenz der Asiaten aussetze. 

Osram-Manager Kamper erklärte, eine reine Nischenstrategie mit der Konzentration auf Spezialleuchtmittel etwa für Autos reiche nicht aus. „Sie können sich immer weiter zurückziehen in eine Nische. Irgendwann sind sie tot, weil es die Nische nicht mehr gibt“, so Kamper. Die verschiedenen LED-Techniken näherten sich stärker an. Als zweiter hinter Marktführer Nichia könne Osram in dem Segment noch Margen um die 15% erzielen, während kleinere Hersteller künftig weniger erzielen könnten. „Es ist unser klares Ziel, weiter zu den Großen zu gehören.“ 


 

Kamper wehrte sich auch gegen Vorurteile, Europäer würden das volumen- und preisgetriebene Halbleitergeschäft nicht beherrschen. „Das Stigma ist, Europäer können das nicht. Aber nur das Stigma ist kein Grund, das nicht zu machen“, so Kamper. „LED ist nicht Solar. Bei LED müssen sie Wissen mitbringen, das viel tiefer und differenzierter ist.“ 

Noch sei Zeit, sich rechtzeitig auf die Zukunftsmärkte einzurichten, ohne von der Konkurrenz aus Asien ins Abseits gestellt zu werden. „Das Dach des Hauses muss repariert werden, solange die Sonne scheint. Und wir bauen sogar noch ein bisschen an“, so Kamper.

Für das laufende Geschäftsjahr 2015/2016 rechnet Osram mit einem Gewinn von rund 170 Mio. € . Die Börse bewertet das Unternehmen mit aktuell 3,94 Mrd. €. 

Das KGV liegt folglich bei 23,17, was für die Nr. 2 der Branche auch nicht mehr richtig günstig ist. 

Das Chartbild macht auch keinen Mut hier einzusteigen.


 


Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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