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Veröffentlicht von Redaktion "Nachhaltigkeit & Investment" am 14.04.2011

Onshore-Windenergie könnte die Hälfte des Strombedarfs abdecken

Onshore-Windenergie könnte die Hälfte des Strombedarfs abdecken

Eine aktuelle Studie des Fraunhofer-Instituts für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES), die im Auftrag des Bundesverbands WindEnergie e.V. (BWE) durchgeführt wurde, zeigt: Die an Land erzeugte Windenergie könnte bis zu 65% des deutschen Strombedarfs decken.

Das gewaltige Potenzial der Offshore-Wind ener - gie ist bei den Ergebnissen der Studie noch gar nicht berücksichtigt. Die Schlussfolgerung: Das Potenzial der Onshore-Windenergie, derzeit die kostengünstigste erneuerbare Energie, ist erheblich größer als der Anteil des Atomstroms im heutigen Strommix. Die Forscher des IWES gehen laut Studie davon aus, dass 2% der Gesamtfläche Deutschlands für die Gewinnung von Windenergie zur Verfügung stehen könnten. Bei Nutzung dieser 2% könnte mit der heute verfügbaren Anlagentechnik ein Ertrag von 390 Terrawattstunden erzielt werden. Zum Vergleich: Der Jahresstromverbrauch Deutschlands liegt aktuell bei 600 Terrawattstunden. 65% des Bedarfs könnte also allein schon von der Windenergie an Land abgedeckt werden. Die deutschen Kernkraftwerke – die 2010 etwa 140 Terrawattstunden Strom produziert haben – können demnach, rein rechnerisch, ohne Probleme durch erneuerbare Energien, sogar nur durch Windkraft ersetzt werden. Die Studie zeigt darüber hinaus auch, dass es noch viel Windenergiepotenzial in denjenigen Bundesländern gibt, in denen sie bislang am wenigsten genutzt wird. Bundesländer wie Bayern (hier sind 80 Terrawattstunden aus Windkraft möglich) und Baden-Württemberg (45 Terrawattstunden möglich) haben ihr Potenzial noch lange nicht ausgenutzt. Um auf wenig Raum möglichst hohe Energieerträge zu erzielen, müssten jedoch die geltenden Höhenbeschränkungen für Windkraftanlagen angepasst werden. Experten sind sich einig: Anlagen mit großem Rotor und hohem Turm schöpfen die mögliche Effizienz voll aus. So kann selbst an durchschnittlichen Standorten mit eher schwachem Wind durch eine Erhöhung der Nabenhöhe um 50 Meter ein um bis zu 50% höherer Ertrag erzielt werden.

Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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