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Veröffentlicht von Redaktion "Schweizer Kapitalbrief" am 08.04.2011

Nach der Zinserhöhung

Nach der Zinserhöhung

Nachdem die EZB die erste Zinserhöhung seit 3 Jahren vorgenommen hat, ist natürlich die spannende Frage, wie der Markt darauf reagierte. Dabei liegen die Blicke natürlich erst einmal auf dem Aktienmarkt, der sich aber doch recht positiv zeigte. Das kann darauf zurückzuführen sein, dass die Erhöhung längst in den Kursen eingepreist war.

Also Business as usual. Sensitiver sollten dagegen die Devisen reagieren. Doch auch hier eher Fehlanzeige. Was wiederum damit zu erklären ist, dass sich der Devisenmarkt ebenfalls darauf eingestellt hatte. Denn Trichet und seine EZB-Kollegen hatten ja bekanntlich ausführlich darauf hingewiesen, dass sie den Weg bereit sind zu gehen. Was den Devisenmarkt nun in eine interessante Lage verbringt.

Denn gerade der Euro steht im direkten Vergleich mit wichtigen anderen Währungen in einer Entscheidungssituation. Gegenüber dem Dollar heisst das konkret: Kann er sich über die 1,43 Dollar je Euro absetzen, dürfte die europäische Währung trotz Verschuldungskrise eine mindestens kurzfristige Hausse erleben. Dahinter steht nicht nur die Stimmung, sondern auch der nun höhere Zinsspread.

Gegenüber dem Franken sieht die charttechnische Situation ähnlich aus. Denn auch hier geht es um den Break einer wichtigen Widerstandslinie. Diese ist bei 1,32 Franken zu verorten. Schafft der Euro den Break, wäre dies im Übrigen auch eine wichtige Entlastung für die Schweizer Wirtschaft, die bekanntlich unter dem festen Franken stöhnt.


Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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