Let‘s twist again!

Veröffentlicht von Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH am 21.09.2011
Dies ist eine exklusive Leseprobe von:

Bernecker Tagesdienst

Getreu diesem Motto wird die US-Notenbank ab sofort und bis Mitte des Jahres 2012 amerikanische Staatsanleihen mit einer Laufzeit von sechs bis dreißig Jahren aufkaufen und gleichzeitig Papiere abstoßen, die maximal drei Jahre laufen. Mit dieser Maßnahme sorgt die Fed dafür, dass die Zinsen für langfristige Kredite sinken und jene für kurzfristige Kredite steigen. Die im Umlauf befindliche Liquidität erhöht sich indes nicht.


 

Die Marktteilnehmer hatten auf eine erneute Finanzspritze gehofft. Obwohl die Fed zum wiederholten Mal auf die latenten Abwärtsrisiken für die Wirtschaft hingewiesen hat, wird man vorläufig kein frisches Geld in den Kreislauf pumpen. Von der Wirksamkeit der „Operation Twist“ sind nicht alle Mitglieder des Offenmarkt-Aus- schusses überzeugt. Wie schon bei den geldpolitischen Maßnahmen der vergangenen Monate fiel die getroffe- ne Entscheidung nicht einstimmig.

Mit der Herabstufung der Kreditratings für die amerikanischen Banken Wells Fargo, Citigroup und Bank of America hat die Ratingagentur „Moody‘s“ gestern wieder einmal ihr exzellentes Händchen für das richtige Timing unter Beweis gestellt. Mit der Aussage, dass Insolvenzen unter den amerikanischen Großbanken zunehmend wahrscheinlicher werden, goss man gestern einen weiteren Kanister Öl ins Feuer. Die Experten sind der Ansicht, dass die US-Regierung im Fall einer Pleitewelle nur noch in Ausnahmefällen retten eingreifen würde. 

 

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