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Veröffentlicht von Redaktion "Frankfurter Tagesdienst" am 28.02.2011

Irland will weniger sparen

Irland will weniger sparen

Die irische Bevölkerung hat der amtierenden Regierung die angekündigten Sparmaßnahmen übel genommen und ihren Unmut an der Wahlurne kundgetan. Am vergangenen Freitag wurde in Irland neu gewählt, in Zukunft wird die bisherige Oppositionspartei Fine Gael die Mehrheit im irischen Parlament stellen.

Noch ist nicht klar, wer an der Seite Fine Gaels regieren wird. Schon jetzt ist aber abzusehen, dass es schnell zu einer Korrektur der massiven Einschnitte in den Haushalt kommen wird, welche die aktuelle Regierung vornehmen musste, um den Forderungen der EU nachzukommen. Diese hatte dem klammen Inselstaat mit einem 85 Mrd. € schweren Rettungspaket unter die Arme gegriffen. Enda Kenny will die Konditionen des Hilfspakets nachverhandeln. Vor allem die hohe Zinslast ist dem designierten Ministerpräsidenten ein Dorn im Auge. In den Verträgen, die der Finanzspritze zu Grunde liegen, wurde eine Verzinsung von 5,9 % vereinbart. Kenny will sich mit den Vertragspartnern an einen Tisch setzen, seiner Meinung nach gibt es hier noch Spielraum nach unten. Die Wahl hat für stabile politische Verhältnisse gesorgt. Nach den Turbulenzen der vergangenen Monate dürfen sich Bürger und Unternehmen auf ruhigere Wochen einstellen. Den irischen Aktienmarkt wird dies beflügeln.

Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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