Irland will weniger sparen

Veröffentlicht von Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH am 27.02.2011
Dies ist eine exklusive Leseprobe von:

Bernecker Tagesdienst

Die irische Bevölkerung hat der amtierenden Regierung die angekündigten Sparmaßnahmen übel genommen und ihren Unmut an der Wahlurne kundgetan. Am vergangenen Freitag wurde in Irland neu gewählt, in Zukunft wird die bisherige Oppositionspartei Fine Gael die Mehrheit im irischen Parlament stellen.


Noch ist nicht klar, wer an der Seite Fine Gaels regieren wird. Schon jetzt ist aber abzusehen, dass es schnell zu einer Korrektur der massiven Einschnitte in den Haushalt kommen wird, welche die aktuelle Regierung vornehmen musste, um den Forderungen der EU nachzukommen. Diese hatte dem klammen Inselstaat mit einem 85 Mrd. € schweren Rettungspaket unter die Arme gegriffen. Enda Kenny will die Konditionen des Hilfspakets nachverhandeln. Vor allem die hohe Zinslast ist dem designierten Ministerpräsidenten ein Dorn im Auge. In den Verträgen, die der Finanzspritze zu Grunde liegen, wurde eine Verzinsung von 5,9 % vereinbart. Kenny will sich mit den Vertragspartnern an einen Tisch setzen, seiner Meinung nach gibt es hier noch Spielraum nach unten. Die Wahl hat für stabile politische Verhältnisse gesorgt. Nach den Turbulenzen der vergangenen Monate dürfen sich Bürger und Unternehmen auf ruhigere Wochen einstellen. Den irischen Aktienmarkt wird dies beflügeln.

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