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Veröffentlicht von Redaktion "Frankfurter Tagesdienst" am 10.03.2011

Investoren trennen sich von US-Anleihen

Investoren trennen sich von US-Anleihen

Es war eine Spekulation mit geringem Risiko. Nachdem die US-Notenbank Fed im November des vergangenen Jahres angekündigt hatte, dass man weitere amerikanische Staatsanleihen mit einem Gesamtwert von bis zu 600 Milliarden Dollar kaufen wird, haben viele Fondsgesellschaften zugegriffen und auf steigende Kurse gesetzt.

Die Fed hat inzwischen sogar China überholt. Anfang Februar lagerten US-Bonds mit einem Marktwert von 1,1 Bio. Dollar in den Depots der Notenbank. China hält US-Anleihen mit einem Gesamtwert von 896 Mrd. Dollar, Japan hat Papiere im Wert von 877 Mrd. Dollar gekauft. Der Abstand wird sich in den kommenden Monaten weiter vergrößern, wenn die Fed das angekündigte Ankaufvolumen voll ausschöpft. Investoren denken bereits einen Schritt weiter. Ende Juni läuft das Stützungsprogramm aus, dann wird die Nachfrage einbrechen. Die Konsequenz ist unschwer vorherzusagen. Es wird zu einem deutlichen Anstieg der Renditen kommen, die Kurse werden im Gegenzug unter Druck geraten. Die Entwicklung an den Bondmärkten zeigt, dass eine Reihe von Anlegern dies bereits antizipiert haben. Für US-Anleihen mit einer Laufzeit von zehn Jahren liegt die Rendite aktuell bei 3,5 %. Vor einem halben Jahr waren es 2,4 %. Die Fondsgesellschaft Pimco rechnet mit einem Anstieg auf 4 %. Man halte keine US-Anleihen mehr, ließ das Unternehmen die Marktteilnehmer gestern wissen.

Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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