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Veröffentlicht von M.G. Börsen-Service am 23.11.2012

Eine exklusive Leseprobe des Börsenbriefs der Ausgabe vom 23.11.2012:

Börsenbrief Cleverselect Investments
Cleverselect Investments

M.G. Börsen-Service - veröffentlicht diesen Börsenbrief seit August 2008

Hewlett Packard Inc. – um 8,80 Mrd. $ betrogen?

Der Drucker und PC-Hersteller Hewlett Packard musste in dieser Woche eine außerordentliche Abschreibung vornehmen.

Im September 2011, noch unter der Führung von Leo Apotheker, übernahm Hewlett Packard die britische Softwareschmiede Autonomy für unglaubliche 12 Mrd. $.

Autonomy ist auf die Analyse unstrukturierter Daten spezialisiert ist.

Das Unternehmen wurde 1996 in Cambridge/England von Michael Lynch und Richard Gaunt als Ausgliederung aus der Cambridge Neurodynamics gegründet. 1998 wurde Autonomy an der damaligen EASDAQ-Börse mit einem Kurs von rund 30 Pence erstmals notiert.



Der Umsatz lag 2011 bei rund 1,10 Mrd. $. Der Gewinn betrug knapp 200 Mio. $.

Für ein Unternehmen mit einem Jahresgewinn von 200 Mio. $ zahlte Hewlett Packard 12 Mrd. $ oder ein KGV von 60! Nach einer interne Prüfung müsste Hewlett Packard eine Abschreibung von 8,80 Mrd. $ vornehmen. Hewlett Packard spricht von Bilanzfälschung. Inzwischen ermittelt auch das FBI.

Hier stellt sich natürlich die Frage, warum dies erst nach einem Jahr aufgedeckt wurde. HP hatte damals mit 300 Mann sämtliche Bücher überprüfen lassen und nichts gefunden.

Was war der Anlass für eine erneute Prüfung? Hewlett Packard steht, ähnlich wie Dell, mit dem Rücken an der Wand. Das Unternehmen musste 2012 die größten Quartalsverluste der Unternehmensgeschichte ausweisen, da man auch hier den Anschluss an die neuen Trends nach Smartphones und Tablet-Computer verpasste, siehe Ausgabe 24.08.12.

Das Unternehmen wird aktuell mit 26,50 Mrd. $ bewertet. Ein Gewinn ist nach den extremen Quartalsverlusten und der jüngste Abschreibung ausgeschlossen.

Das Management hat nächsten Monaten bzw. Jahre einiges zu tun, um die Wettbewerbsfähigkeit wieder herzustellen. Mit dem Einstieg Microsofts ins Hardwaregeschäft kam weiterer starker Wettbewerber hinzu.

Die Aktie ist technisch angeschlagen. Kann die Unterstützung im Bereich zwischen 10 und 12 $ (siehe Chart) erfolgreich getestet werden, dann kann man hier mit einem engen SL vorsichtig eine Position aufbauen.

Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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