Helikopter-Ben wirft den Rotor an

Veröffentlicht von Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH am 14.07.2011
Dies ist eine exklusive Leseprobe von:

Bernecker Tagesdienst

Der Geist war willig, doch das Fleisch ist offenbar schwach. In den vergangenen Monaten bemühte sich die amerikanische Notenbank nach Kräften, den Anlegern zu vermitteln, dass die US-Wirtschaft auch ohne weitere umfangreiche Stützungsmaßnahmen in die Erfolgspur zurückfindet. In einer Stellungnahme vor einem Ausschuss des US-Kongresses stieß Ben Bernanke das Tor für weitere Anleihenkäufe durch die Fed auf. Auf absehbare Zeit könnte die Fed damit ein weiteres Kapitel der expansiven Geldpolitik aufschlagen und den Fortsetzungsroman „Quantitative Easing“ zu einer Trilogie fortschreiben.


 

Die Konjunkturdaten der vergangenen Wochen deuteten schon darauf hin, dass die Fed noch einmal die Initiative ergreifen wird. Ob es bei der Ankündigung bleibt oder tatsächlich noch einmal in die Tasche gegriffen wird, bleibt abzuwarten. Weder QE1 noch QE2 vermochten die gewünschte Wirkung erzielen. Die Entwicklung am Arbeitsmarkt blieb hinter den Erwartungen zurück, das Wirtschaftswachstum ebenso.

Die Fed hat inzwischen kaum noch finanzpolitischen Spielraum. Mehr als QE3 kann Ben Bernanke nicht aus dem Hut zaubern. Wenn aber schon die beiden Vorgänger keine Besserung gebracht haben, ist zu bezweifeln, dass sich das Blatt mit QE3 wenden lassen wird. Den Finanzmärkten tut die Fed indes einen großen Gefallen. Auf das gestern gegebene Signal haben die Anleger seit Monaten gewartet. 

 

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