Glencore entert das Parkett

Veröffentlicht von Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH am 05.05.2011
Dies ist eine exklusive Leseprobe von:

Bernecker Tagesdienst

Ende Mai ist es so weit, am 24. Mai wird der Schweizer Rohstoffkonzern erstmals an der Londoner Börse gehandelt, einen Tag später folgt das Listing in Hongkong. Berücksichtigt man die auszugebenden neuen Aktien, sowie jene Papiere, die aus den Depots der Altaktionäre bereitgestellt werden, winkt Glencore ein Gesamterlös, der deutlich jenseits der Marke von zehn Milliarden Dollar liegt. 15 % der Aktien werden zukünftig frei handelbar sein, die verbleibenden Papiere gehören Mitarbeitern und Investoren.


 

Der Zeitpunkt für das IPO ist gut gewählt. Die Rohstoffhausse ist noch in vollem Gange, Glencore verdient prächtig. Das Schweizer Unternehmen deckt die komplette Palette von der Rohstoffförderung bis zur Auslieferung an den Kunden ab. Das große Rad dreht das Unternehmen allerdings mit Rohstoffspekulationen. Hierbei kommt Glencore zugute, dass man angesichts des in der Schweiz angesiedelten Firmensitzes deutlich geringeren Restriktionen unterliegt als ein Großteil der Wettbewerber.

Der Börsengang wird mit Sicherheit zumindest kurzfristig ein Erfolg. Anschließend bleibt abzuwarten, ob und wann sich die Altaktionäre entscheiden, Kasse zu machen und wie sich die Rohstoffmärkte entwickeln. Üblicherweise beweisen Investmentgesellschaften ein gutes Händchen, wenn es um das Timing für Börsengänge geht. Es wäre keine Überraschung, wenn an Rohstoffmärkten bald kleinere Brötchen gebacken werden müssten. 

 

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