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Veröffentlicht von Redaktion "ETFs kompakt" am 14.04.2009

Fondssparpläne - mit ETFs günstiger fahren

Fondssparpläne - mit ETFs günstiger fahren

Bei langfristig orientierten Anlegern erfreuen sich Fondssparpläne seit Jahren großer Beliebtheit. Denn mit einem überschaubaren monatlichen Betrag ab 25 Euro aufwärts kann über Jahrzehnte hinweg ein stattliches Vermögen aufgebaut werden. Als Vorteil dieser Sparform im Vergleich zu Einmalanlagen gilt, dass sich höhere und niedrigere Anteilspreise im Laufe der Zeit nivellieren.

Den traditionellen Sparplänen mit aktiv gemanagten Investmentfonds ist seit kurzem durch ETFs neue Konkurrenz erwachsen, ist das Renditepotenzial von ETFs aufgrund der günstigeren Kostenstrukturen doch deutlich höher.

Doch momentan sind viele Privatanleger noch verunsichert. Zu groß waren die Verluste bei Aktienfondssparplänen bis März dieses Jahres aufgrund des weltweiten Verfalls der Indizes. Wer aber schon länger in einen Fondssparplan einzahlt und frustriert über die Aktienentwicklung gerade in den letzten Monaten seinen Sparplan unterbrochen hat, dem entgehen jetzt auf lange Sicht Vorteile. Denn in der Abschwungphase an den Börsen war es möglich, Fondsanteile günstig einzusammeln. Der Anleger profitiert hierbei vom so genannten Cost- Average-Effekt. Das bedeutet, dass er bei niedrigen Kursen relativ viele und bei hohen Kursen relativ wenige Fondsanteile erwirbt. Zahlt der Anleger regelmäßig einen bestimmten Betrag in einen Fondssparplan ein, sollte er somit in der Lage sein, langfristig seine durchschnittlichen Einstiegskosten zu glätten. Nutzt er einen ETF-Sparplan, hat er überdies den Vorteil, dass er ohne den Ausgabeaufschlag mehr Fondsanteile fürs Geld bekommt.


Ideales Instrument zum Vermögensaufbau

Fondssparpläne gehören seit Jahren zu den beliebtesten Sparvarianten in Deutschland. Sie sind ein sinnvolles Instrument zum langfristigen Vermögensaufbau. Dies bestätigen die Statistiken des Bundesverbands Investment und Asset Management (BVI). So konnte ein Anleger, der in den vergangenen 30 Jahren monatlich 100 Euro in einen Aktienfonds mit Anlageschwerpunkt Deutschland eingezahlt hat, im Mittel zum Stichtag 31.12.2008 ein Vermögen in Höhe von 106.000 Euro anhäufen. Der Anleger hätte in diesem Fall nur 36.000 Euro eingezahlt und eine durchschnittliche jährliche Rendite von 6,44% erzielt. Natürlich sind dies alles vergangenheitsbezogene Daten, aus denen sich keine Garantie für eine künftige Entwicklung ableiten lässt. Auch ergeben sich im Augenblick noch bei den meisten Aktienfonds erst auf eine Sicht von mehr als zehn Jahren positive Renditen. Doch dies ist ebenfalls nur eine Momentaufnahme. Das Bild kann sich auch hier bei anziehenden Kursen wieder schnell ändern.


ETFs mit Kosten- und Renditevorteilen

Mit einem Sparplan auf einen Exchange Traded Fund lassen sich unter Kostengesichtspunkten die Renditechancen zusätzlich steigern. Denn im Vergleich zu herkömmlichen Investmentfonds entfällt bei ETFs nicht nur in jedem Fall der Ausgabeaufschlag, sondern die jährlichen Verwaltungsgebühren sind gleichfalls erheblich geringer. Dies führt in der Summe zu niedrigeren Kosten und aus Sicht des ETF-Anlegers zu einem vergleichsweise höheren Renditepotenzial. Hinzu kommt, dass der Großteil der aktiv gemanagten Fonds nicht in der Lage ist, auf Dauer seine jeweilige Benchmark zu schlagen. Die Performance von ETFs ist im Vergleich dazu für den Anleger jederzeit transparent nachvollziehbar. Entsprechend groß ist mittlerweile die Nachfrage nach ETF-Sparplänen. Die großen Direktbanken haben sich darauf eingestellt und stellen ein breites Angebot zur Verfügung. Die Palette an ETF-Sparplänen reicht mittlerweile von Produkten zum Geldmarkt, Renten, deutschen und internationalen Aktienindizes über Schwellenländer- und Rohstoffindizes bis hin zu Zukunfts- und Nachhaltigkeitsthemen wie Wasser und sauberer Energie. Auch in Zukunft dürfte sich dieses Angebot noch erweitern, sodass bald eine ähnliche Breite an Assetklassen wie bei aktiv gemanagten Investmentfonds zu erwarten ist.


Fazit

ETFs sind noch ein junges Produkt im Fondsbereich. Auch gibt es erst seit wenigen Jahren die Möglichkeit, in ETF-Sparpläne anzulegen. Doch für Anleger, die aktiv nach einem langfristigen Investment zum Vermögensaufbau suchen, bieten ETF-Sparpläne den Vorteil niedriger Gebühren und hoher Transparenz. Zudem erweitern die ETFAnbieter ständig ihr Angebot, sodass den Anlegern eine immer bessere Auswahl zur Verfügung steht.  


Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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