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Veröffentlicht von Der Goldreport Ltd am 05.02.2014

Eine exklusive Leseprobe des Börsenbriefs der Ausgabe vom 05.02.2014:

Börsenbrief Der Goldreport
Der Goldreport

Der Goldreport Ltd - veröffentlicht diesen Börsenbrief seit Januar 2003

EZB Sitzung am Donnerstag

Am morgigen Donnerstag ist wieder EZB-Sitzung und es wird spannend, wie Mario Draghi agieren wird. Die Probleme in der Euro-Zone bleiben bestehen; hohe Arbeitslosigkeit, zögerliche Erholung der Wirtschaft und eine zu geringe Inflation. Daran hat auch die letzte Zinssenkung der EZB auf 0,25% nichts geändert.

Verglichen mit den anderen großen Zentralbanken in den USA und Japan hält die EZB die Zügel noch zu straff in der Hand. Zwar wurden die Zinsen entsprechend gesenkt, doch die Banken verleihen kein Geld, sondern legen es nur im Markt an. Somit ist bleibt die Umlaufgeschwindigkeit des Geldes niedrig und es werden nur die Banken mit günstiger Liquidität versorgt.

Seit Juni 2012 ist die Bilanzsumme der US-FED um 43% gestiegen und die der Japanischen Notenbank um 60%. Die Bilanzsumme der EZB ist dagegen im gleichen Zeitraum um 30% gefallen!

Nicht nur die Auswirkungen auf die Liquidität im Euroland ist hier entscheidend, sondern auch die dadurch entstehende Stärke des Euros. Die FED und die Japanische Notenbank befinden sich im Abwertungswettlauf, während die EZB dem Treiben (noch) zusieht. Durch diese Politik gewinnt der Euro an Stärke, was für die meisten Länder in der Eurozone bedrohlich ist. 

Mit einem derart starken Euro wird es den krisengeplagten Ländern nahezu unmöglich gemacht, Reformen durchzuführen und sich aus dem Abwärtsstrudel zu befreien. Es ist das alte Thema, das hier wieder zum Tragen kommt. Der Euro ist für die Südländer in seiner aktuellen Form nicht tragbar, da er einfach zu stark ist. Vor der Einführung des Euros lagen die Inflationsraten in den südlichen Ländern bei mehr als 5% und in Krisen noch deutlich darüber. Mit den regelmäßig eintretenden Abwertungen der griechischen Drachme oder den spanischen Peseten konnten die Länder Krisen schneller überwinden. Dies ist mit der Gemeinschaftswährung allerdings nicht mehr umsetzbar und so frisst sich die Krise immer stärker in die Strukturen der südlichen Euroländer.

Entwicklung der Bilanzsummen: Bank of Japan, FED und EZB 



Bis auf die Zinssenkungen hat Mario Draghi fast nur mit seinen klaren Aussagen zu Europolitik punkten können. Doch die Frage bleibt, wie lange Worte noch ausreichen, bevor der Markt Taten sehen möchte. 

 


Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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