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Veröffentlicht von Der Goldreport Ltd am 03.05.2013

Eine exklusive Leseprobe des Börsenbriefs der Ausgabe vom 03.05.2013:

Börsenbrief Der Goldreport
Der Goldreport

Der Goldreport Ltd - veröffentlicht diesen Börsenbrief seit Januar 2003

EZB senkt die Zinsen und kleine Banken schlagen Alarm!

Die EZB hat gestern die Leitzinsen von 0,75% auf 0,50% erwartungsgemäß gesenkt. Somit haben wir nun auch in Europa den letzten Schritt in Richtung der Nullzinspolitik getan. Sparen wird also von unserer Führungsebene bestraft, indem die Zinsen künstlich abgesenkt und niedrig gehalten werden. Sparbücher, Festgelder, Kapitallebensversicherungen und sonstige Spareinlagen werden somit kontinuierlich über eine höhere Inflation abgeschöpft.

Die Volks- und Raiffeisenbanken, der Sparkassenverband und der Bund der Versicherer haben vor der EZB-Sitzung gewarnt, dass weitere Zinssenkungen ein falsches Signal für die Sparer wären und besonders die private Altersvorsorge ins Wanken gerät. Den entsprechenden Aufruf finden Sie unter folgendem Link: Große Koalition für Sparer 

Dies ist eigentlich eine ganz interessante Ansage. Normal freuen sich die Banken über die niedrigen Zinsen (günstige Refinanzierung), doch besonders die oben angeführten Banken sind extrem stark im Privatkundengeschäft tätig und damit eher auf der Verliererseite. Denn die großen Spekulationsgeschäfte, die eine Deutsche Bank oder eine Commerzbank mit ihren eigenen Handelsbeständen betreiben, sind bei den Genossenschaftsbanken und den Sparkassen deutlich weniger ausgeprägt.

Diese Banken haben nun das Problem, dass sie ihren Kunden keine vernünftigen Konzepte für die Altersvorsorge oder den Vermögensaufbau liefern können. Ohnehin wurden Beispielrechnungen für Lebensversicherungen meist leicht geschönt und eine Inflationsrate meist bewusst oder unbewusst beiseitegelassen, wenn man die künftigen Kapitalauszahlungen berechnet hat. Jetzt, bei einer 10-Jahresrendite für deutsche Staatsanleihen von 1,16% (!!!) würde selbst eine Inflationsrate von 0,50% die Träume für eine gesicherte Altersvorsorge vernichten! 

Es ist traurig, dass die Banken mehr Unterstützung bekommen, als die Menschen, die in diesem Land leben. Die Sparer werden nicht nur kontinuierlich über die künstlich niedrigen Zinsen enteignet, sondern stehen vor dem viel größeren Problem, ihren Lebensabend bei diesem Zinsumfeld sicher gestalten zu können. 


EZB prüft weitere „Schritte“ ACHTUNG! 

Zwischen den Zeilen konnte man gestern heraushören, dass sich der EZB-Rat eigentlich gar nicht sicher ist, ob diese erneute Zinssenkung irgendwelche Auswirkungen auf die Konjunktur und den Arbeitsmarkt in Europa haben wird. Dennoch wurde sie durchgezogen, da Notenbanken einfach keine anderen Mittel kennen! Man beraubt also das Volk, ohne zu wissen, ob auch nur der Ansatz einer Verbesserung eintritt. Anders ausgedrückt, die EZB steuert wie die FED planlos umher! 

Draghi will aber mit dem EZB-Rat weitere Maßnahmen prüfen. Im Gespräch sind die so genannten ABS (Asset Backed Securities). Da der Großteil der Liquidität nicht bei den Unternehmen ankommt, will man prüfen ob die EZB oder der ESM diese Papiere ankaufen kann!

Hört sich zunächst uninteressant an, doch dies wäre der nächste Wahnsinn in unserem System! 

Was Draghi hier nämlich plant, ist die nächste, ganz große Sauerei! Diese ABS-Konstrukte sind nichts anderes, als gebündelte Kredite von Unternehmen, die derzeit in den Bilanzen der Banken stehen. Wir kennen diese undurchsichtigen Finanzvehikel bereits aus der Finanzkrise 2008/2009. Meist verbergen sich in diesen Kredit-Pools viele faule Kredite, die die Banken als nicht mehr einbringbar einstufen (ansonsten wäre ein Verkauf unter der Kreditsumme sinnlos)! 

Die EZB bzw. Mario Draghi wollen nun prüfen, ob die EZB oder gar der ESM (Rettungsschirm) diese Schrott-Papiere von den Banken abkauft! Das bedeutet nichts anderes, als dass die Banken ihren Atom-Müll bei der EZB bzw. dem ESM für gutes Geld entsorgen können und am Ende die Kreditausfälle von den Steuerzahlern getragen werden. 

Offiziell verspricht sich Draghi von dieser Maßnahme, dass die Banken von bestehenden Krediten entlastet werden und anschließend wieder neues Geld für die Unternehmen bereitstellen. Das ist entweder die größte Lüge, die die EZB seit Gründung verbreitet oder einfach nur Dummheit! 

Fazit: 

Was so harmlos klingt, ist die nächste von bereits unzähligen indirekten Bankenrettungen in Europa! Die Medien berichten über diese Aussage so gut wie gar nicht, deshalb schreibe ich Ihnen, was wirklich Sache ist! Wenn die EZB diesen Schritt beschließt, rettet sie wieder nur die eigenen Banken, nicht mehr und nicht weniger!!!


Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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