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Veröffentlicht von Der Goldreport Ltd am 02.06.2014

Eine exklusive Leseprobe des Börsenbriefs der Ausgabe vom 02.06.2014:

Börsenbrief Der Goldreport
Der Goldreport

Der Goldreport Ltd - veröffentlicht diesen Börsenbrief seit Januar 2003

EZB-Entscheidung bestimmt diese Handelswoche

Die Welt starrt auf die EZB und die lange erwartete Sitzung an diesem Donnerstag. Nachdem Mario Draghi im Mai angekündigt hat, im Juni handeln zu wollen, ist der Markt gespannt, was Draghi aus dem Hut zaubern wird.

Eine Zinssenkung ist das Mindeste, was erwartet wird. Doch viele Marktteilnehmer und Nachrichtenagenturen gehen von weiteren Schritten aus. Der negative Einlagenzins für die Banken bei der EZB ist eine Variante, der Aufkauf von Staatsanleihen eine andere. Recht frisch sind die Spekulationen um den Ankauf der Asset Backed Securities (ABS). Wer den Zusammenbruch der Märkte 2008 miterlebt hat, weiß, was sich hinter ABS versteckt. Es werden von den Banken wackelige oder gar uneinbringliche Kredite verbrieft und die EZB bietet den Banken an, diesen toxischen Müll aufzukaufen. Früher landeten diese Papiere in den so genannten Bad Banks, jetzt diskutieren unsere Währungshüter darüber, diese windigen Papiere in das eigene Buch zu nehmen.

Da die Renditen in den Euro-Südländern in den letzten Monaten deutlich gefallen sind, wäre der Ankauf von Staatsanleihen weniger sinnvoll. Erst bei hohen Renditen kann mit dieser Maßnahme gegengesteuert werden. 

Da das eigentliche Problem Europas in der Umlaufgeschwindigkeit des Geldes liegt, wäre der Ankauf von ABS eine, zumindest theoretisch, gute Variante. Die Banken bekämen die Möglichkeit, mehr Kredite an die Wirtschaft auszugeben und das Risiko dieser Kredite umgehend an die EZB auszulagern. Auch alte, in den Büchern schlummernde Problemkredite, könnten abgeladen werden und Kapazitäten freisetzen.

Letztendlich wäre dieser Schritt eine erneute Hilfe für die Bankenlandschaft in Europa.

Am Donnerstag werden wir wissen, was Draghi auf seiner Agenda hat und welche Maßnahmen er gegen den deflatorischen Trend in Europa und den hohen Euro durchführen wird.

Nachdem Draghi im Mai mit Schritten für Juni „drohte“, prallte der Euro bei ca. 1,40 USD ab und gab seitdem nach: 


Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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