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Veröffentlicht von Redaktion "Frankfurter Tagesdienst" am 13.09.2010

Es hätte schlimmer kommen können

Es hätte schlimmer kommen können

Mit diesem Fazit kann man die Ergebnisse der Zusammenkunft von Notenbankchefs und Bankenaufsehern in Basel beschreiben. Am Sonntag einigten sich die Beteiligten auf neue Eigenkapitalvorschriften für Banken, die unter dem Schlagwort „Basel III“ zusammengefasst werden.

Mit der Formulierung strengerer Regelungen im Hinblick auf die Eigenkapitalausstattung der Finanzinstitute soll gewährleistet werden, dass diese im Falle einer erneuten Finanzkrise ohne staatliche Hilfe eigenständig überleben können. Die Schwierigkeit der Verhandlungen lag darin, den Banken mit zu stren- gen Vorgaben nicht die Luft zum Atmen zu nehmen und damit die konjunkturelle Erholung zu gefährden. Der Kompromiss, der erzielt wurde, ermöglicht den Banken, die Vorschrift, ihr „hartes Kernkapital“ über einen Zeitraum von sechs Jahren schrittweise auf mindestens sieben Prozent zu erhöhen, umzusetzen. Bislang waren lediglich zwei Prozent gefordert. Den Unternehmen bleiben also noch einige Jahre Zeit, um das notwendige Kapital zu erwirtschaften, oder über Kapitalerhöhungen am Markt einzusammeln. Für die Banken sind damit die Wochen der Unsicherheit passé. Die neuen Regelungen sollen im November verabschiedet werden, wenn die Vertreter der G20 in Seoul zusammentreffen. Die Aktien aus dem Finanzsektor zeigen sich heute freundlich, die Marktteilnehmer hatten mit Schlimmerem gerechnet. Allerdings sollten sich Anleger darauf einstellen, dass Banken im Hinblick auf Dividendenzahlungen und Aktienrückkaufprogramme in den kommenden Jahren den Gürtel enger schnallen werden. Es gibt aussichtsreichere Branchen.

Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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