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Veröffentlicht von Performaxx-Anlegermedien GmbH am 26.04.2010

Eckert & Ziegler: Nach Verdreifachung noch bis zu 30 % Kurspotenzial

Eckert & Ziegler: Nach Verdreifachung noch bis zu 30 % Kurspotenzial

Unsere Medizintechnikempfehlung Eckert & Ziegler Strahlentechnik hat sich außerordentlich gut entwickelt: Anlass unseres Updates sind neue Nachrichten sowie eine Kursentwicklung von rund 200 % seit unserer Empfehlung vor ziemlich exakt einem Jahr. Selbst nach unserem letzten Update im September 2009 hat der Strahlentechnikspezialist noch weitere 40 % zugelegt. Kurse bis 30 Euro sind drin.

Eckert & Ziegler (E&Z) setzt auf den Bereich Industrie & Nuclear Imaging, der eine wesentliche Rolle in der Funktions-, Stoffwechsel- und Lokalisationsdiagnostik spielt. E&Z stellt Kalibrier- und Referenzstrahler für Gamma-Kameras und Positronen-Emissions-Computertomographen her. Die Bedeutung des Verfahrens wächst durch den Umstand, dass sich damit zunehmend mehr Krankheiten diagnostizieren lassen. Nach eigenen Angaben verfügt E&Z hierbei über einen Marktanteil von 65 %. Darüber hinaus sind die Berliner in einigen Nischen des Isotopenmarktes zumindest europaweit führend. Das Geschäft selbst ist aufgegliedert in Therapie, Nuklearmedizin & Industrie sowie Radiopharmazie. Dass die Medizintechnik vergleichsweise krisenresistent ist, ist kein Novum: Die Nachfrage ist relativ unelastisch, denn selbst in einer Rezession müssen weiterhin notwendige Untersuchungen durchgeführt werden. Deutschland gehört dabei weltweit zu den führenden Ländern im Bereich Medizintechnik und Lifescience. Strategische Akquisitionen Die neben der belgischen IBt andere neuzeitliche Akquise war die nuclitec GmbH (nach eigenen Angaben einer der wenigen Betriebe, der die Erfahrungen und vor allem eine lokale Infrastruktur für die Konditionierung von Konradcontainern in der dafür notwendigen Zahl besitzt), von der sich E&Z Synergien in Produktion und Vertrieb innerhalb des Industriesegments verspricht. Im zurückliegenden Geschäftsjahr hatte die neue Tochtergesellschaft schon einen Umsatzbeitrag von rund 25 Mio. Euro geliefert, was in der Summe (mit IBt) auf einen Gesamtkonzernumsatz von über 100 Mio. Euro hinauslief. Damit hätte E&Z eine ganz neue Größenordnung erreicht. Da es im Segment Radioaktivität kaum bis gar keine Neugründungen gibt, übernimmt E&Z die Firmen – und schließt sie dann. Konkurrenz belebt zwar das Geschäft, sagt man – weniger Konkurrenz ist aber auch nicht ganz schädlich. Internes... Tatsächlich sahen die 2009er Zahlen ein Umsatzplus von 42 % auf 101,4 Mio. Euro, was auch die Neuerwerbungen mit einschließt. Nach Steuern, Minderheitsanteilen und Sondereffekten blieben unter dem Strich 7,5 Mio. Euro oder 1,42 Euro je Aktie. Auf EBIT-Basis (ohne Herausrechnung von Sondereffekten) jedoch hatte sich der Ertrag mehr als verdoppelt. Über 22 Mio. Euro an Liquiditätszufluss waren ein neuer Rekordwert, was den Barmittelbestand zum Jahresende auf fast 44 Mio. Euro anschwellen ließ. So verwundert der erhöhte Dividendenvorschlag von 0,45 Euro nicht, nach 0,30 Euro je Anteil im Vorjahr – der Performaxx-Anlegerbrief hatte schon in den beiden eingangs erwähnten Empfehlungen eine signifikante Erhöhung der Dividende angekündigt. ...und externes Wachstum Einen weiteren Zukauf gab E&Z in den letzten Tagen bekannt. So übernehmen die Berliner von den Altgesellschaftern der EURO-PET Berlin Zyklotron GmbH Berlin (EURO-PET) die restlichen 30 % ihrer Anteile sowie mehrere Gesellschafterdarlehen. Der Pharmabetrieb auf dem Gelände des Wissenschaftscampus Adlershof, der auf die Herstellung von kurzlebigen Radioisotopen für die nuklearmedizinische Bildgebung spezialisiert ist, wird damit zu einem vollständigen Konzernunternehmen von E&Z. PET ist die Abkürzung für Positronen-Emissions-Tomographie und bezeichnet eine Technik, bei der winzigste Mengen eines schwach radioaktiven Diagnostikums mit Hilfe einer speziellen Kamera sichtbar gemacht und zur Diagnose genutzt werden. Bewertung E&Z ist schwer in eine Peergroup einzuordnen. Zieht man Drägerwerk, Stratec Biomedical, Analytik Jena und Carl Zeiss Meditec heran, so ist E&Z mit einem geschätzten 2011er KGV von 10 bis 12 weiterhin attraktiv (CZM: 16; Stratec ca. 12, AJ ca. 10 und Dräger ca. 11), wenn man die deutlich besten Wachstumsperspektiven berücksichtigt. Nur Stratec leistet sich eine höhere Dividende als E&Z. Fazit Trotz Kursverdreifachung seit Erstempfehlung vor einem Jahr verfügt Eckert & Ziegler noch über Potenzial. Der Vergleich mit der Peergroup zeigt eine faire bis vorteilhafte Bewertung, das Ertragswertmodell, das künftige Gewinne berücksichtigt, sogar eine weiterhin attraktive Bepreisung des Strahlentechnikspezialisten. Vor diesem Hintergrund untermauern wir unsere Kaufempfehlung mit Kursziel 30 Euro im Jahresverlauf.

Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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