Dividendenjäger müssen den Gürtel zukünftig enger schnallen

Veröffentlicht von Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH am 16.08.2011
Dies ist eine exklusive Leseprobe von:

Bernecker Tagesdienst

Wer sein Depot bevorzugt mit Aktien bestückt, die eine üppige Dividendenausschüttung versprechen, hatte in den vergangenen Monaten zweifelsohne seine Freude. Die Unternehmensgewinne sprudeln und die Konzernlenker ließen sich nicht lumpen und haben die Aktionäre an der guten Geschäftsentwicklung teilhaben lassen.


 

In der Vergangenheit hat sich der Terminmarkt zumeist als recht verlässlicher Indikator hinsichtlich der Dividendenentwicklung erwiesen. Sogenannte Dividenden-Swaps bilden die Erwartungshaltung des Marktes im Hinblick auf steigende oder fallende Ausschüttungen ab. Mit diesen Zertifikaten sichern sich Marktteilnehmer gegen das Dividendenänderungsrisiko ab. In den vergangenen Wochen kam es bei den Notierungen der entsprechenden Papiere zu kräftigen Rücksetzern.

Zieht man zur Betrachtung nur einmal den DAX heran, wird deutlich, dass die Wahrscheinlichkeit für rückläufige Ausschüttungen tatsächlich sehr hoch ist. Zu den spendabelsten Konzernen zählten bislang die Versorger RWE und E.ON. Um bei diesen beiden Unternehmen sinkende Dividenden vorherzusagen, muss man kein Hellseher sein. Auch Siemens und ThyssenKrupp sind Kandidaten für eine Kürzung. Sinken die Ausschüttungen, werden die Papiere auch für institutionelle Investoren mit einem langfristigem Anlagehorizont uninteressanter. 

 

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