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Veröffentlicht von Redaktion "Frankfurter Tagesdienst" am 06.10.2010

Dieses war der zweite Streich

Dieses war der zweite Streich

Die japanische Notenbank hat erneut zur Attacke auf den starken Yen gebla- sen. Das Mittel der Wahl war eine Senkung des Leitzinses. Dieser bewegt sich nun in einer Spanne von 0,0 bis 0,1 Prozent. Bislang hatte er zwei Jahre lang bei 0,1 Prozent gelegen.

Zugleich wird die Notenbank den Markt mit 35 Bil- lionen Yen fluten und für weitere fünf Billionen Yen Anteile an privaten und staatlichen Institutionen auf- kaufen. Mit diesen Maßnahmen will man eine weitere Aufwertung der japanischen Währung verhindern und damit die Rahmenbedingungen für die exportlastige japanische Wirtschaft verbessern. Aufgrund des starken Yen sind die Preise für japanische Güter im Ausland in den vergangenen Monaten massiv gestiegen, was zu einem deutlichen Absatzrückgang geführt hat. Erst im September hatte die japanische Notenbank mit einer Intervention auf dem Devisenmarkt versucht, den Yen zu schwächen, nachdem dieser gegenüber dem Dollar auf den höchsten Stand seit 15 Jahren gestiegen war. In beiden Fällen hat die Notenbank ihr Ziel erreicht und den Höhenflug des Yen kurzzeitig gebremst. Das Problem, vor dem die Notenbank jetzt steht, ist die Tatsache, dass sie ihr Pulver inzwischen weitestgehend verschossen hat.

Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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