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Veröffentlicht von Redaktion "Frankfurter Tagesdienst" am 22.07.2010

Die Marktteilnehmer hatten auf weitere wachstumsstützende Maßnahmen seitens der Fed spekuliert und mussten gestern enttäuscht zur Kenntnis nehmen, dass aktuell keine weiteren Stützungsprogramme angedacht sind

Die Marktteilnehmer hatten auf weitere wachstumsstützende Maßnahmen seitens der Fed spekuliert und mussten gestern enttäuscht zur Kenntnis nehmen, dass aktuell keine weiteren Stützungsprogramme angedacht sind

Der Fed-Vorsitzende Ben Bernanke hat sich gestern zur Sichtweise der Notenbank hin- sichtlich der weiteren Konjunkturentwicklung geäußert und dabei ein eher schwammiges Bild gezeichnet.

Die Fed sieht sich derzeit nicht in der Lage, einen konkreten Konjunkturausblick zu wagen. Die Verfassung der Wirtschaft sei zu unsicher und lasse keine verlässliche Prognose zu. Die Standardaussage der ver- gangenen Monate, wonach die Zinsen für längere Zeit auf einem niedrigen Niveau verweilen werden, durfte in der Stellungnahme auch nicht fehlen. Die Fed wird sich erst dann wieder mit möglichen Stimuli auseinandersetzen, wenn sich eine nachhal- tige Eintrübung der Konjunktur abzeichnet. Die Marktteilnehmer hatten sich diesbezüglich etwas handfestere Ankündigungen erhofft. Wir sehen diese Aussage positiv. Offenbar sieht die Fed noch keine Veranlassung, konkrete Stützungsmaßnahmen zu ergreifen. Damit ist auch klar, dass die Notenbankvertreter die aktuelle wirtschaftliche Lage nicht als bedrohlich einstufen. Wir halten die zuletzt aufgekommenen Ängste bezüglich eines „Double Dip“ trotz der Eintrübung einzelner Konjunkturindikatoren für überzogen.

Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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