Die Geschwindigkeit, mit der sich die deutsche Wirtschaft in den zurückliegenden Monaten erholt hat, ist bemerkenswert

Veröffentlicht von Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH am 22.02.2011
Dies ist eine exklusive Leseprobe von:

Bernecker Tagesdienst

Führt man sich vor Augen, dass wir es nicht mit einem typischen zyklusbedingten Abschwung zu tun hatten, sondern mit einer veritablen Krise, die das ganze Finanzsystem auf den Prüfstand gestellt hat, ist diese Entwicklung fast schon surreal.


Das Jahr 2010 brachte den stärksten Zuwachs des Bruttoinlandsproduktes, den die Bundesrepublik seit der Wiedervereinigung erlebt hat. Das Volumen der Exporte hat sich bereits wieder dem Vorkrisenniveau angenähert. Im gleichen Zug ging die Zahl der Arbeitslosen stetig zurück. Auch wenn die Statistik nach Kräften aufpoliert wird, zeigt der Trend doch klar nach unten. Auch die Stimmung bei Unternehmen und Verbrauchern könnte kaum besser sein. Das Konsumentenvertrauen kletterte auf ein neues Rekordniveau, auch der Ifo-Geschäftsklimaindex markierte im Februar mit 111,2 Punkten den höchsten Stand seit dem Jahr 1969. Steuert die Party schon auf ihr Ende zu? Noch haben wir die Übertreibung nach oben, die typischerweise das Ende einer längeren Aufwärtsbewegung markiert, nicht gesehen. Die Kursanstiege der vergangenen Monate sind angesichts der guten Geschäftsentwicklung nachvollziehbar und kein Zeichen überbordender Euphorie. Kommen keine geopolitischen Störfeuer dazwischen, stehen den Aktienmärkten also noch einige Wochen in Grün bevor.

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