Die Fed ebnet den Weg für eine Zinserhöhung

Veröffentlicht von Hans A. Bernecker Börsenbriefe GmbH am 19.05.2011
Dies ist eine exklusive Leseprobe von:

Bernecker Tagesdienst

Mit Trippelschritten bereitet die US-Notenbank die Finanzmärkte darauf vor, dass die Zeit der Nullzinspolitik auf absehbare Zeit zu Ende gehen wird. Am gestrigen Mittwoch wurde das Protokoll zur Sitzung des Offenmarktausschusses im April veröffentlicht. Aus diesem geht hervor, dass sich die Mehrheit der Mitglieder dafür ausgesprochen hat, zunächst die Zinszügel anzuziehen und erst danach mit dem Verkauf von Anleihen zu beginnen.


 

Um die Marktteilnehmer nicht zu verschrecken, wurde nicht vergessen, erneut zu betonen, dass kurzfristig keine Zinsmaßnahmen angedacht seien. Zwischen den Zeilen lässt sich aber mit jeder Sitzung deutlicher herauslesen, dass eine Leitzins-Anhebung im laufenden Jahr inzwischen als realistisches Szenario gehandelt wird.

Der Fahrplan ist abgesteckt. Innerhalb der nächsten Wochen wird die Fed ankündigen, die Erlöse aus Wertpapieren, deren Fälligkeitsdatum erreicht wurde, nicht mehr in den Kauf neuer Papiere zu stecken. Dass man kein frisches Kapital mehr für den Erwerb von Wertpapieren investieren wird, hatte man schon vor geraumer Zeit angekündigt. Bevor es dann im Hinblick auf eine Zinserhöhung zur Sache geht, wird man weitere zwei bis drei Sitzungen verstreichen lassen. Die Vorgehensweise der Fed ist anerkennenswert. Man lässt kaum Interpretationsspielraum und dämpft somit das Risiko negativer Überraschungen, welche die Märkte aus dem Gleichgewicht bringen könnten. 

 

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