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Veröffentlicht von Redaktion "Frankfurter Tagesdienst" am 31.08.2010

Die amerikanische Regierung vermittelt derzeit ein ratloses bis hilfloses Bild ihrer selbst

Die amerikanische Regierung vermittelt derzeit ein ratloses bis hilfloses Bild ihrer selbst

Trotz intensiver Bemühungen, der Wirtschaft mittels Konjunkturprogrammen wieder auf die Beine zu helfen, will sich nachhaltiger Aufschwung nicht einstellen.

Das Sorgenkind Nummer eins ist weiterhin der Arbeitsmarkt. Der Aufschwung der vergangenen Monate ist an diesem völlig vorbeigegangen. Für den laufenden Monat erwarten Experten einen weiteren Anstieg der Arbeitslosenquote von 9,5 % auf 9,6 %. Am kommenden Freitag wird die aktuelle Statistik vorgelegt, die Hoffnungen der Anleger auf eine positive Überraschung schwinden. Insbesondere im Hinblick auf die in zwei Monaten stattfindenden Kongresswahlen steht Präsident Obama damit unter Zugzwang. Unmittelbar nach der Rückkehr aus dem Urlaub hat dieser zu Beginn der Woche neue Konjunkturprogramme in Aussicht gestellt. Unter anderem soll die Steuerlast für Unternehmen verringert werden. Im Gegenzug sollen diese dann neue Arbeitsplätze schaffen. Wir glauben nicht, dass mit Aktionismus am Arbeitsmarkt eine Trendwende herbeizuführen ist. Die Probleme sind nicht temporärer Natur. Vielmehr hat sich der Arbeitsmarkt in den vergangenen Jahren grundlegend gewandelt. Die Bindung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer lockert sich zunehmend. Der Trend geht hin zu kurzfristigen Engagements, der Anteil der Arbeitsverhältnisse im Niedriglohnbereich steigt. Um diese strukturelle Neuausrichtung zu korrigieren, bedarf es völlig neuer Denkansätze.

Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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