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Veröffentlicht von Redaktion am 16.03.2011

Die Aktien aus dem Chipsektor stehen derzeit unter besonders intensiver Beobachtung

Die Aktien aus dem Chipsektor stehen derzeit unter besonders intensiver Beobachtung

Zunächst einmal ging es besonders für die Aktien jener Hersteller, die Produktionsstätten in den von Erdbeben und Tsunami betroffenen Gebieten Japans halten, deutlich bergab. Inzwischen ist jedoch ein Stimmungswandel zu vernehmen. Die positiven Kommentare für die Aktien aus dem Segment häufen sich.

 

Die Argumentation ist schlüssig: Rund 20 % aller weltweit vertriebenen Chips stammen aus einer Fabrik in Japan. Zahlreiche Produzenten mussten die Produktion in den vergangenen Tagen zurückfahren oder ihre Werke ganz schließen. Mittelfristig ist folglich ein Engpass bei Halbleitern zu erwarten, der sich schon jetzt auf das Preisniveau auswirkt. NAND-Chips, die unter anderem in Smartphones zum Einsatz kommen, verteuerten sich um rund ein Viertel. Ähnlich sieht es bei DRAM-Chips aus.

Aus Angst, später keine Chips zur Weiterverarbeitung mehr zu erhalten, stocken viele Elektronikhersteller aktuell ihre Bestände auf. Man sieht sich dabei verstärkt nach alternativen Einkaufsmöglichkeiten abseits des japanischen Marktes um und nimmt dabei in Kauf, höhere Preise zu bezahlen. Den Margen der Produzenten steht demnach eine deutliche Ausweitung bevor. In den kommenden Tagen dürften sich interessante Einstiegsgelegenheiten im Chipsektor ergeben. 

 


Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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