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Veröffentlicht von Redaktion "Frankfurter Tagesdienst" am 26.10.2010

Der Zugang zu Rohstoffen wird in den kommenden Monaten und Jahren zu einem bestimmenden Thema werden

Der Zugang zu Rohstoffen wird in den kommenden Monaten und Jahren zu einem bestimmenden Thema werden

Seit einigen Wochen tobt bereits ein heißer Kampf um die Versorgung mit sogenannten seltenen Erden. China, das rund 95 Prozent des gesamten Welthandels kontrolliert, hat seine Exporte zuletzt immer weiter eingeschränkt. Die Ausfuhren in das Nachbarland Japan sind bereits weitestgehend zum Erliegen gekommen.

Besonders die Hersteller von Hightech-Produkten sind auf seltene Erden angewiesen. Die Metalle kommen unter anderem in Plasmabildschirmen, Mobiltelefonen und Elektromotoren zum Einsatz. Schneidet China die Versorgung ab, drohen den Unternehmen Produktionsverzögerungen oder Ausfälle. Auf absehbare Zeit ist keine Besserung in Sicht. Zwar lagern auch in anderen Ländern wie zum Beispiel Indien, Australien oder Grönland abbaufähige Vorkommen von seltenen Erden. Diese sind jedoch zumeist erst in der frühen Explorationsphase. Es wird demnach noch einige Jahre dauern, bis China auf diesem Gebiet ernsthafte Konkurrenz zu befürchten hat. China befindet sich in einer sehr komfortablen Situation und gedenkt diese auch zu nutzen. Mit der Export-Verknappung wird nicht nur der Bedarf der heimischen Industrie abgesichert. Das Land schafft auch Anreize für Technologiekonzerne, in China Niederlassungen aufzubauen. Das Thema ist so brisant, dass sich in Kürze wohl die WTO damit beschäftigen wird. Neben Japan haben auch die USA angekündigt, gegen das Vorgehen Chinas eine Klage anzustrengen.

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