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Veröffentlicht von Redaktion "TradersJournal" am 18.11.2009

Eine exklusive Leseprobe des Börsenbriefs der Ausgabe vom 18.11.2009:

Börsenbrief TradersJournal
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BörseGo AG - veröffentlicht diesen Börsenbrief seit September 2006

DEAG: Wetten dass David Garrett DEAG nach oben fidelt?

Der Konzertveranstalter DEAG Deutsche Entertainment AG blickt auf eine Historie enttäuschter Erwartungen zurück. Dieses Jahr scheint die endgültige Wende zu bringen. Nach dem Einstieg von Sony bei der Klassiktochter DEAG Classics gelang nun auch ein interessanter Deal mit dem Radiosender Klassik Radio.

Das Glück des Tüchtigen? Stargeiger David Garrett war noch nicht der heutige Weltstar, sls DEAG-Chef Peter Schwenkow ihn bis 2013 vertraglich an DEAG band. Stand heute ist er für fantastische Verkaufsrekorde gut. Nach dem Auftritt bei Wetten Dass Anfang November wurde online und offline (alleine am Sonntag 40.000 Alben!) geordert als gäbe es kein Morgen mehr. Auch Konzertkarten fanden reißenden Absatz. Das lässt das DEAG-Herz höher schlagen, denn:
Im Klassikgeschäft gibt es Besonderheiten im Vergleich zu Pop/Rock: Festgagen statt prozentualer Beteiligung, was die Planbarkeit drastisch erhöht. Ein echter Pop-Star dagegen kassiert schon mal 90% der Konzerteinnahmen, und der Veranstalter schaut in die Röhre, muss aber aus Imagegründen trotzdem mitmachen. Die Verschiedbung bei DEAG in Richtung Klassik ist insofern nur konsequent.

Schwenkow erläuterte uns auch ausführlich die Allianz mit der Klassik Radio AG, im Rahmen derer DEAG das Live-Geschäft des Radiosenders übernimmt. Ein 3-Jahres- Vertrag wurde vereinbart, mit Verlängerungsoption. 25 Konzerte pro Jahr sind geplant (75 gesamt), dies entspricht einem maximalen Erlös von rund 11 Mio. EUR. Bei Klassik Radio landet davon maximal eine Mio. EUR. Weiterhin werden Tonträger gemeinsam vermarktet. Teil des Vertrags sind außerdem Medialeistungen (Werbefenster) bei Klassik Radio im Nominalwert von 3,5 Mio. EUR p.a.
2009 soll der Anteil von Klassik am gesamten DEAG-Konzern-Umsatz bereits 25% betragen, 2008 waren es 18%. Ein Beitrag zur Margensteigerung, wie auch die Einführung eines eigenen Ticketings bei der Schweizer Ertragsperle Good News, die im Land der Eidgenossen so etwas wie eine Monopolstellung hat. Kleinere Übernahmen stehen ebenfalls auf der Agenda. Es ist zu erwarten, dass DEAG ein excellentes zweites Halbjahr schaffen wird. 57 Mio. EUR Umsatz gingen die ersten 6 Monate durch die Bücher, bei einem EBITDA von 3,1 Mio. EUR und einem Gewinn von 0,7 Mio. EUR. In den nächsten Jahren ist mit einem deutlichen Umsatz- und Ertragswachstum zu rechnen, 130 Mio. EUR Umsatz und 3-4 Mio. EUR Gewinn nach Steuern halten wir mittelfristig für realistisch machbar. Das wäre dann ein KGV von 6 bis 8.

Es scheint, als ob DEAG das Tal der Tränen endlich verlassen könnte. Neben der Liaison mit Sony, die knapp die Hälfte an DEAG Classics übernommen haben und nun weltweit als Türöffner bereit stehen, half vermutlich auch der Einstieg der Beteiligungsgesellschaft Heliad Equity Partners dabei ,etwa Dampf zu machen. Die Bewertung schafft auf jeden Fall Luft nach oben, Kursziel 3 EUR!


Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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