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Veröffentlicht von kurs plus GmbH am 18.05.2012

Eine exklusive Leseprobe des Börsenbriefs der Ausgabe vom 18.05.2012:

Börsenbrief PortfolioJournal
PortfolioJournal

kurs plus GmbH - veröffentlicht diesen Börsenbrief seit Februar 2005

Core-Satellite – Solide Kernanlage

Wer langfristig und berechenbar investieren will, braucht einen Plan und eine Strategie. Dabei geht es nicht immer nur um höhere Renditen, sondern auch um Sicherheit und Berechenbarkeit.

 

Risiko und Gewinnchancen lassen sich durch die Core-Satellite-Strategie mit Sicherheit und Grundrendite verbinden. Dabei wird das gesamte Portfolio in einen Kernbereich, den Core, und verschiedene Satelliten aufgegliedert. Breit gestreut und mit soliden Werten sorgt das Kernportfolio zuverlässig für einen langfristigen und stabilen Ertrag, während die Satelliten zusätzlich als Renditetreiber bei etwas höherem Risiko beigemischt werden. Der Core-Satellite-Ansatz schafft somit eine Trennung zwischen dem Kern, der berechenbar die Grundrendite erwirtschaftet, und der Beimischung, die flexibel eingesetzt wird, um Überrenditen zu erzielen.

Risikostreuung

Bei der Core-Satellite-Strategie geht es darum, ein insgesamt zuverlässiges und zugleich flexibles Investment zu ermöglichen, bei dem das Risiko weitgehend reduziert ist. Aus diesem Grund sollte der Kernbereich als solide Grundlage breit diversifiziert sein – mit risikoarmen Anlageinstrumenten. Für eine robuste Langfristanlage eignen sich bei Aktien dabei besonders breit gestreute Aktienfonds oder ETFs. Im Bereich der Anleihen sollten international gestreute Rentenfonds oder ETFs bevorzugt werden. Der Vorteil: Je weniger die einzelnen Positionen in den Fonds miteinander korrelieren, desto besser. Mehrere verschiedene Assetklassen erhöhen zudem den Effekt einer optimalen Diversifikation. Entsprechend der Lehre des Begründers der Portfoliotheorie und Nobelpreisträgers Harry M. Markowitz ist sie nämlich die Grundlage für ein „effizientes Portfolio“, das bei gleichen Renditechancen weniger Risiko aufweist.

Flexibilität ist Trumpf

Dies gilt im Wesentlichen auch für die Satelliten. Also den Bereich des Investments, der als Spielraum gedacht ist, um mit etwas risikoreicheren Strategien höhere Renditen zu erzielen. Hier sind die Anlagen oft auch auf kürzere Zeiträume ausgelegt und weichen naturgemäß vom Risiko-Rendite-Profil des Kerninvestments ab. Einige Anleger setzen im Satellitenbereich auf ETFs oder aktiv gemanagte Fonds. Die höheren Kosten hierfür relativieren sich dann durch eine höhere Performance.

Beratung tut not

Mit dem Kerninvestment den Markt breit abbilden und mit den Satelliten den Markt schlagen – diesen Core-Satellite-Ansatz verfolgen bereits die meisten institutionellen Anleger. Der breite Spielraum, den diese Strategie bietet, erfordert beim Privatanleger jedoch eingehende Beratung. Hier bieten sich Honorarberater oder Finanzberater an, die im Interesse des Anlegers agieren und bei denen der Produktverkauf nicht im Vordergrund steht. Aber auch mit ein wenig „Selbstberatung“ können Anleger leicht ein breit diversifiziertes Portfolio entwickeln. Anregungen dazu finden sie wieder im PortfolioJournal. Je nach Anlegertyp wird dann ein Portfolio erarbeitet, das entweder mehr ausgewogen, konservativ oder dynamisch ist. Anregungen für die richtige Gewichtung der Anlageklassen finden Sie auf Seite 5.

Langfristig planen

Bei einigen Investments ist allerdings damit zu rechnen, dass sie zu einem bestimmten Zeitpunkt wieder herausgenommen werden müssen. So sollte bei Erreichen der persönlichen Verlust-Schmerzgrenze, die der Anleger beim Portfolioaufbau festgelegt hat, beispielsweise mit 10 oder 15 Prozent Minus umgeschichtet werden. Das betrifft aber nur den Satellitenbereich, denn der Core-Bereich dient als langfristiges Investment und soll zudem die Transaktionskosten reduzieren.

Bei der Zusammenstellung eines Portfolios sollte man darauf achten nicht mehr als zehn bis fünfzehn Wertpapiere zu investieren. Nur so behält man jederzeit den Überblick über sein Portfolio. In der Gewichtung sollte der Kern, mit bis zu sechs verschiedenen Anlagen, zwischen 50 und 70 Prozent des gesamten Investments ausmachen. Der Rest entfällt dann auf die Satelliten. Die durchschnittlichen Renditeerwartungen – bis zu fünf Prozent konservativ, bis zu sieben Prozent ausgewogen und bis zu zehn Prozent gewinnorientiert – sind so langfristig möglich. 

 


Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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