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Veröffentlicht von Redaktion "Frankfurter Tagesdienst" am 21.06.2010

China sorgt für Enthusiasmus bei den Anlegern

China sorgt für Enthusiasmus bei den Anlegern

Mit der Ankündigung, den Wechselkurs des Yuan gegenüber dem US-Dollar künftig flexibler zu handhaben, hat die chinesische Zentralbank ein Kursfeuerwerk an den Börsen entfacht.

Seit knapp zwei Jahren ist die chinesische Währung fest an den US-Dollar gekoppelt. Für die chinesische Exportwirtschaft ist dies ein Segen, da ein niedriger Yuan die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen erhöht. Die Zentralbank sah daher in den vergangenen Monaten verständlicherweise keinen Anlass, diese Politik aufzugeben. Zuletzt ist der Druck seitens der Handelspartner Chinas jedoch immer stärker geworden, die Forderungen, gegen die signifikante Unterbewertung des Yuan vorzugehen, wurden immer lauter. Die aktuelle Ankündigung der Zentralbank kann daher als Zeichen des guten Willens interpretiert werden. Die Anpassung wird allerdings in sehr kleinen Etappen erfolgen, eine schnelle Aufwertung ist nicht zu erwarten. Zukünftig soll sich der Yuan nicht mehr allein am US-Dollar, sondern an einem Devisenkorb orientieren. Zudem hat die Zentralbank eine Schwankungsbreite von 0,5 % pro Tag vorgegeben, die nicht überschritten werden soll. Den Investoren reicht die milde Gabe. Die chinesische Währung zog nach der Ankündigung kräftig an und kletterte auf ein neues Fünf-Jahres-Hoch. Offiziell wurde der Wechselkurs am Montag bei 6,8275 Yuan festgesetzt. Die Zentralbank verzichtete anschließend auf Interventionen, was dem Yuan ein Plus von 0,46 % bescherte. Die maximale Tagesschwankung wurde damit nahezu vollständig ausgereizt.

Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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