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Veröffentlicht von Performaxx-Anlegermedien GmbH am 22.03.2010

Börsengeflüster: Arqueonautas taucht auf

Börsengeflüster: Arqueonautas taucht auf

Hinweis: In der Rubrik „Börsengeflüster“ präsentieren wir Ihnen in loser Abfolge interessante Gerüchte und Hintergründe aus dem Markt. Da der Wahrheitsgehalt von Gerüchten naturgemäß nicht genau überprüfbar ist, sollten Sie sich immer auch des erhöhten Risikos einer daraus abgeleiteten Anlageentscheidung bewusst sein. Auf der Suche nach dem versunkenen Schatz Einen beeindruckenden Börsenstart legte die Aktie des marinearchäologischen Beratungsunternehmens Arqueonautas (ISIN: PTAQW9AE0006) seit Ende 2008 hin. Gestartet bei 2,50 Euro, notiert sie nun bei 5,10 Euro! Wie wir uns in einem persönlichen Gespräch mit Nikolaus Graf Sandizell, dem Vorstandsvorsitzenden und Gründer von Arqueonautas, überzeugen konnten, verfügt der Wert jedoch weiterhin über großes Potenzial.

Das Unternehmen hat sich auf die Suche und Bergung historischer Schiffswracks spezialisiert und war im ersten Halbjahr des vergangenen bereits mit einem Gewinn von rund 300.000 Euro profitabel. Insgesamt hat Arqueonautas in den 15 Jahren seines Firmenlebens bereits 300 Wracks gefunden und 20 gehoben. In diesem Jahr will Graf Sandizell drei Projekte realisieren, die insgesamt ein Wertpotenzial von mehreren hundert Millionen Euro bieten sollen. Wir rechnen schon in Kürze mit dem Bergungsbeginn eines der Wracks. Arqueonautas beabsichtigt zudem mittels einer Kooperation mit einem Tiefseebergungsunternehmen in Zukunft in Tiefen von bis zu 4.000 Metern arbeiten zu können, während bislang nur Wracks bis 60 Meter Tiefe gehoben werden konnten. Auch die Expansion in neue Länder treibt die Gesellschaft voran. So wurde ein Joint-Venture-Vertrag mit Brasilien unterzeichnet. Mit den Kapverden, Indonesien und Mosambik laufen bereits Vereinbarungen. Üblicherweise erhält das Land die Hälfte des gehobenen Wertes des Wracks nach Abzug der Bergungskosten. Trotzdem ist das Geschäft mit Risiken behaftet, da sich die Bergungsarbeiten verzögern können. Die Kosten für die Suche nach Wracks sind hoch. Durch intensive Recherchearbeit in Archiven usw. versucht Arqueonautas allerdings dieses Risiko zu minimieren. Fashion-Label bringt Ruhe ins Schiff Über das zweite Standbein wird dem Geschäft von Arqueonautas in Zukunft mehr Stabilität verliehen: Die Kitaro-Gruppe, wiederum Tochter der deutschen Otto-Gruppe, ist Lizenznehmer des Labels Arqueonautas für Bekleidung und Accessoires. Dadurch verfügt Kitaro über eine Marke mit maritimem Abenteuer-Flair vor einem realen operativen Hintergrund. Das Bekleidungslabel scheint gut am Markt anzukommen, allein vorletzte Woche wurden drei weitere Fashion-Stores in Deutschland eröffnet. Langfristig plant Kitaro die internationale Expansion des Labels. Laut Graf Sandizell will Arqueonautas in Zukunft 50 % seiner Umsatzerlöse daraus generieren. Wir können uns für das laufende Jahr durchaus einen Umsatz von über 8 Mio. Euro vorstellen und einen Gewinn von 2 bis 3 Mio. Euro. Eine Prognose ist schwer zu treffen, da sich die erfolgreiche Bergung sowie der Verkauf des Schatzes leicht zeitlich verzögern und so ins folgende Geschäftsjahr verschieben kann. Trotzdem ist die Gesellschaft mit einer Marktkapitalisierung von rund 26 Mio. Euro attraktiv bewertet und verfügt über enorme Wachstumschancen. Zudem bietet auch das Lizenzgeschäft langfristiges Potenzial und vor allem eine skalierbare Geschäftssäule. Fazit Trotz des starken Kursverlaufs in der jüngsten Vergangenheit bietet die Aktie von Arqueonautas weiteres spekulatives Potenzial. Sollten sich allein dieses Jahr zwei Projekte realisieren lassen, wird das Unternehmen einen deutlichen Gewinnsprung realisieren und ein deutlich einstelliges KGV aufweisen. Für eine nachhaltige und stabile Geschäftsentwicklung ist vor allem der weitere Erfolg des Fashion-Labels von Bedeutung. Um die Attraktivität der Aktie zu erhöhen, hat das Management einen Verkaufsprospekt eingereicht und beabsichtigt den Wechsel in den Entry Standard. Wir empfehlen die Aktie zur spekulativen Depotbeimischung.

Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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