Beiersdorf AG – Ausblick enttäuscht

Veröffentlicht von M.G. Börsen-Service am 08.08.2013
Dies ist eine exklusive Leseprobe von:

Cleverselect Investments

Der Konsumgüterkonzern, die Beiersdorf AG, präsentierte am Mittwoch solide Halbjahreszahlen, aber der Ausblick enttäuschte.


Im abgelaufenen ersten Halbjahr konnten die Umsätze um 3,30% auf 3,20 Mrd. € gesteigert werden. Rechnet man Währungseffekte heraus, dann lag das Umsatzplus bei 6,50%. Zweistellig wachsen konnte das Unternehmen mit einem Zuwachs von 18% in den USA und 21% in China. Auf dem heimischen Markt lag der Zuwachs nur bei 2,70%.



Auf dem weltweit größten Kosmetikmarkt in den USA will Beiersdorf den Umsatz aus eigener Kraft steigern. Akquisitionen/Zukäufe hätten keinen Vorrang. Allerdings sei das Unternehmen weiter aufgeschlossen, falls sich doch noch eine Gelegenheit ergeben sollte, so Beiersdorf-Chef Heidenreich.

Schon frühere Beiersdorf-Chefs hatten vergeblich nach Unternehmen gesucht, bei denen sich eine Übernahme lohnen könnte, um in den USA eine größere Rolle zu spielen. Inzwischen haben die Konkurrenten wie etwa der Weltmarktführer L'Oreal und der Konsumgüterkonzern Unilever den Markt weitgehend unter sich aufgeteilt. L'Oreal ist weltweit vier Mal so groß wie die Beiersdorf, Unilever sogar fast neun Mal so groß.

Das EBIT (Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen) stieg um 11,20% auf 434 Mio. €. Netto blieben 287 Mio. € über, was einer Steigerung von 13,70% gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht.

Für das laufende Jahr erwartet Beiersdorf ein Umsatzwachstum von 5 bis 6%, was unter den Markterwartungen lag. „Beiersdorf habe in Nordamerika nicht das gleiche Potenzial wie auf der Südhabkugel“, so Heidenreich.

Das Unternehmen ist im Vergleich zu anderen DAX-Werten ziemlich hoch bewertet. Die Börse bewertet Beiersdorf mit aktuell 17,80 Mrd. €. Der Jahresgewinn wird höchsten bei 600 Mio. € liegen. Selbst, wenn man mit einem Gewinn von 600 Mio. € kalkuliert, liegt das KGV immer noch bei 29,66. Die Aktie notiert, ähnlich wie der DAX, knapp unter ihren Allzeithochs im Bereich der 72 Euro-Marke, siehe Chart.

Auf diesem Niveau muss man die Aktie nicht haben.

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