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Veröffentlicht von Redaktion "CFD&Forex-Report" am 24.09.2010

Eine exklusive Leseprobe des Börsenbriefs der Ausgabe vom 24.09.2010:

Börsenbrief Forex-Report
Forex-Report

BörseGo AG - veröffentlicht diesen Börsenbrief seit Mai 2005

Basiswissen für den Forex-Handel

Um den Wert einer Währung zu bestimmen, muss man sie im Verhältnis zu einer anderen Währung betrachten. Es entstehen Währungspaare wie das Euro-Dollar-Verhältnis oder im knappen Forex-Jargon „EUR/USD“. Hier wird der Wert des Euro in US-Dollar gemessen. Andere Währungspaare wie „EUR/JPY“ beschreiben den Wert eines Euro im Vergleich zum japanischen Yen.

Um die Währungspaare der bedeutendsten Volkswirtschaften dreht sich der gesamte Forex-Handel: Währungen wie USDollar, Japanischer Yen, Australischer Dollar, Neusee län - discher Dollar, Kanadischer Dollar, Euro oder der Schweizer Franken werden rund um die Uhr im Milliardenbereich um den Globus geschickt – das sorgt dafür, dass diese Wäh - rungen schnell und transparent gehandelt werden können. Will ein Anleger nun bestimmte Währungen handeln, wendet er sich an einen Forex-Broker, der Zugang zum globalen Währungshandel gewährt. Hier gibt es die ersten deutlichen Unterschiede zwischen den Brokern: Während manch ein Anbieter nur als Market Maker agiert und stets die Gegenposition des Anleger einnimmt, geben andere Forex- Broker die Informationen lediglich an Marktteilnehmer weiter und agieren als eine Art Makler. Letztere Anbieter werden Electronic-Communication-Network-Broker (ECNBroker) genannt und bieten zahlreiche Vorteile gegenüber Market Makern. Dem Forex-Jargon auf der Spur: Lot & Margin Zuallererst haben ECN-Broker kein Interesse daran, dass ihre Kunden Verluste erleiden. Da Market Maker meist die Gegen - position ihrer Kunden einnehmen, profitieren diese von Kursverlusten und verlieren bei Kursgewinnen ihrer Kunden. Ein solches Eigeninteresse verfolgen ECN-Broker nicht: Sie passen ihre Konditionen meist an die Markt bedin gun gen an und führen Kundenaufträge auf Kommissionsbasis aus. Um am Währungsmarkt Gewinne erzielen zu können, müssen verhältnismäßig hohe Volumina gehandelt werden. Die kleinste, am Forex handelbare Einheit wird Lot genannt. Dabei umfasst ein Lot in der Regel 100.000 Geldeinheiten. Um ein Lot zu handeln, werden glücklicherweise nicht 100.000 Geldeinheiten benötigt: Broker bieten ihren Kunden den so genannten Margin-Handel an. Die Margin bezeichnet eine Sicherheit, die hinterlegt werden muss, um einen bestimmten Betrag handeln zu können. Wird beispielsweise ein Trade über ein US-Dollar-Lot gehandelt, muss der Trader nur einen deutlich geringeren Betrag auf seinem Konto hinterlegt haben. Die genauen Anforde - rungen an die Margin variieren von Broker zu Broker. Handelt ein Trader ein US-Lot mit einem Eigenkapitaleinsatz von 5000 US-Dollar, ergibt sich ein Hebel von 20. Entwickelt sich eine Position über ein Dollar-Lot entgegen der Erwartungen und verliert 5 Prozent, ist der Eigen - kapitalanteil aufgebraucht und der Broker fordert neue Sicherheiten. Diese für Trader unangenehme Situation wird „Margin Call“ genannt. Mehr als nur Erbsenzählerei: Unterm Strich zählen nur die Pips Doch auch für Trader, die trotz geringem Kapitalansatz Handels strategien mit kleinen Hebeln umsetzen wollen, haben findige Forex-Broker Lösungen entwickelt. Die so genannten Mini-Lots umfassen in der Regel 20.000 Geld - einheiten. Manch ein Broker bietet sogar noch kleinere Mindestgrößen für den Währungshandel an. Je nach Broker wird dabei von Micro- oder gar Nano-Lots gesprochen. Ist der geeignete Broker für die eigene Handelsstrategie gefunden, können Spekulanten den ersten Trade wagen. Erfolg und Misserfolg werden beim Währungshandel in Pips gemessen. Das entspricht der kleinsten Nachkommastelle bei Währungspaaren. Steigt EUR/USD bei 1,3073 auf 1,3076, entspricht dies einer Veränderung um 3 Pips. Einsteiger setzen in der Regel auf Trades mit einem guten Chance-Risiko-Verhältnis. Am Forex ist dies beispielsweise gegeben, wenn die aktuelle Marktsituation ein Kursziel verspricht, das mindestens drei Mal so viele Pips einbringt, wie ein Stopp kostet. Der Stoppkurs sollte aber trotzdem so gewählt werden, dass er nicht durch „normale“ Kurs - bewegungen erreicht wird. Schnüren Sie sich Ihr persönliches Trading-Paket Als Beispiel dient der EU/USD vom Juni dieses Jahres. Bei einem Kurs von 1,2271 wurde die Marke von 1,2143 als Unterstützungszone und somit auch als Bereich für einen möglichen Stopp identifiziert. Der Abstand zwischen diesem Niveau und dem aktuellen Kurs lag bei 128 Pips. Erste Widerstände wurden bei 1,2700 identifiziert. Dort könnten im Falle eines Trades Gewinne realisiert werden. Der Abstand zur möglichen Take-Profit-Marke liegt mit 429 Pips 3,35 Mal höher als zum Stopp – ein gutes Chance Risiko-Verhältnis. Was sich so leicht mit Chance-Risiko-Verhältnis umschreiben lässt, betrifft weit mehr als nur das Zusammenspiel zwischen Positionsabsicherung und Gewinnmitnahmen. Auch Fremdkapitalanteil und Positionsgröße entscheiden über den langfristigen Erfolg beim Währungshandel. Auch sollten die technischen Rahmenbedingungen, die ein Forex-Broker bietet, zur gewählten Trading-Strategie passen. Aus diesem Grund ist es wichtig, alle Komponenten des eigenen Tradings aufeinander abzustimmen und stetig zu optimieren.

Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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