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Veröffentlicht von M.G. Börsen-Service am 11.01.2013

Eine exklusive Leseprobe des Börsenbriefs der Ausgabe vom 11.01.2013:

Börsenbrief Cleverselect Investments
Cleverselect Investments

M.G. Börsen-Service - veröffentlicht diesen Börsenbrief seit August 2008

Bang & Olufsen – schockt Märkte

Die Aktie des dänischen TV- und Radiogeräteproduzent Bang & Olufsen brach am Dienstag mit der Vorlage der Quartalszahlen in der Spitze um über 17% ein.

Im jüngsten Quartal lag der Gewinn nur noch bei 23 Mio. dänische Kronen oder bei rund 3 Mio. €. Erwartet wurde ein Gewinn von 65,30 Mio. dänische Kronen oder knapp 9 Mio. €.

Auf Jahressicht war ursprünglich eine Umsatzrendite von 4,10% in Aussicht gestellt worden. Heute spricht man nur noch von einer positiven Umsatzrendite.

Das Unternehmen erzielt über 75% seines Gewinns in Europa. Im Zuge der EU-Schulden-krise brachen, wie in sämtlichen anderen Branchen auch, die Umsätze bzw. Gewinne ein. Auf den Wachstumsmärkten wie beispielsweise China oder Südamerika, die bislang auch für den Boom in der Luxusbranche verantwortlich waren, ist das Unternehmen bei weitem nicht stark genug vertreten.



Eine starke Präsenz in China oder Südamerika hätte die Schwäche in Europa zumindest kompensieren können.

Das Management kündigte an 125 der 859 Niederlassungen zu schließen. Zudem sollen 200 Mio. dänische Kronen oder ca. 28 Mio. € in die Vertriebsstruktur investiert werden bzw. die Marktstellung soll in den Schwellenländern ausgebaut werden, um die Schwäche in Europa künftig zu kompensieren.

B & O – Chef Mantoni stuft die Situation in Europa realistisch ein:
„Lassen Sie uns realistisch bleiben“, die Situation in Europa wird sich nicht groß verbessern. Ich nenne das die neue Normalität'. Wir werden uns daran gewöhnen müssen. Die nächsten fünf Jahre werden etwa so aussehen wie jetzt.“

Mantoni will innerhalb der nächsten fünf Jahre den Umsatz verdreifachen.



An der Börse wird das Unternehmen noch mit 334 Mio. € bewertet. Der Gewinn des Geschäftsjahrs 2012/2013 (Geschäftsjahr endet am 28.02.13) ist vielleicht mit 20 Mio. € anzusetzen. Daraus resultiert ein KGV von 16,70, was relativ teuer ist. Zumal ein Gewinn von 20 Mio. € alles andere als sicher ist. Das Management hat noch ein sehr großes Stück Arbeit vor sich. Den Aufbau einer Vertriebsstruktur in den Schwellenländern hat man praktisch verpasst. Der Aufbau einer effektiven Vertriebsstruktur bedarf Geld und Zeit.

Das Unternehmen ist interessant, aber zumindest kurzfristig überwiegen hier die Risiken die Chancen.

Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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