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Veröffentlicht von Redaktion "Der ChartTrader" am 12.12.2010

Auszug "Der ChartTrader" vom 12.12.2010

Auszug "Der ChartTrader" vom 12.12.2010

DAX In der vergangenen Woche hat sich der DAX weiterhin im engen Trendkanal bewegt, der ihn schon seit Längerem Richtung 7.000 Punkte geführt hat. Diese Marke wurde am letzten Dienstag endlich erreicht. Doch überzeugen konnten die Bullen damit noch nicht. Denn der Index scheint seitdem an dieser psychologisch wichtigen Schwelle hängen zu bleiben. Die untere Trendkanalgrenze dürfte in der kommenden Woche dafür sorgen, dass sich die Anleger entscheiden müssen, wohin der DAX ausbrechen soll.

EURO STOXX 50 Im Gegensatz zum deutschen Aktienmarkt haben europäische Aktien keinen so bullishen Auftritt. Würde man den Anteil deutscher Aktien aus dem europäischen Index herausrechnen, sähe der Chart deprimierend aus. Derzeit kämpft der EURO STOXX 50 um die Rückeroberung der Marke von 2.900 Punkten. Sein relativ breiter Trendkanal gibt dem Kurs genügend Bewegungsfreiheit. So wäre ein Rückfall auf 2.700 Punkte ebenso möglich wie ein Run auf 3.000 Punkte. Indikatoren favorisieren die Optimisten. CAC 40 Der französische CAC 40 bildet den europäischen Markt recht gut ab. Er hat Anfang des Monats auf seiner Trendlinie bei 3.600 Punkten aufgesetzt und eine steile Wende vollzogen. Passend dazu konnte der MACD kürzlich ein leicht verspätetes Long-Signal generieren. Für die Anleger in Frankreich steht nun als Ziel die 4.000er- Marke an. Sollte es auf dem Weg dorthin zu einer Korrektur kommen, so könnte sich diese auf die Linie bei 3.800 Punkten stützen. Dow Jones Industrial Average Ohne Kraft dümpelt der Dow Jones Industrial Average seit einer Woche vor sich hin. Er konnte vorher mit einem Befreiungsschlag von 11.000 Punkten abheben und in den Trendkanal zurückkehren, doch trotz sich aufhellender Wirtschaftsindikatoren und politischer Kompromisse in Washington klemmt der Kurs unter dem Jahreshoch. Der MACD hat kürzlich ein Kaufsignal generiert und legt damit nahe, dass ein Ausbruch nach oben erfolgen könnte. Hang Seng Charttechnische Übertreibungen, die den Kurs des Hang Seng in den vergangenen Monaten aus seinem Trendkanal geführt haben, wurden in den letzten Wochen korrigiert. So bildete sich ein Muster, das von vielen als Kopf- Schulter-Formation erkannt werden dürfte. Dabei stellt die 23.000er-Marke die Nackenlinie dar. Fällt der Kurs darunter, so könnte er von der nächsten Trendlinie aufgefangen werden. Die Formation selbst lässt einen Rückschlag bis 22.000 Punkte erwarten. Bund-Future Während die Aktienmärkte in der vergangenen Woche fast nur seitwärts gelaufen sind, hat sich der Bund-Future in seinem engen Trendkanal weiter abwärts bewegt. Dies sollte als Zeichen verstanden werden, dass weiterhin Geld in die Aktienmärkte fließen wird, während der gegensätzlich laufende Bund-Future weiter abgibt. Andererseits legt die Länge der Bewegung nahe, dass es nun wieder Zeit für eine Aufwärtsbewegung wird. Das würde im Gegenzug jedoch einen Rücksetzer in den Aktienindizes bedeutet. Euro/britisches Pfund Stand der Euro vor zwei Monaten noch bei 0,90 Pfund, so ist er inzwischen wieder stark abgesackt. Dabei beachtet er historische Widerstände und Unterstützungen nur teilweise. Der Doppelboden vom Sommer wurde zwar voll in eine Wende umgesetzt, Fibonacci- Linien im Chart werden derzeit jedoch regelmäßig ignoriert. Das dürfte Forex-Tradern Probleme bereiten, denn diese verlassen sich gern auf dieses Hilfsmittel. Bei 0,8340 Pfund hat der Euro nun die nächste Chance auf Halt.

Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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