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Veröffentlicht von Redaktion "Rohstoff-Spiegel" am 19.09.2010

Ausbruch!?

Ausbruch!?

Endlich scheint bei Gold und Silber der Knoten geplatzt zu sein! Gold markierte mit gut 1282 USD ein neues (nicht inflationsbereinigtes) Rekordhoch, Silber kam an die 21 USD heran und wird auch das Hoch aus 2008 überbieten. Die Saisonalität spricht für weiter steigende Kurse bis Jahresende. Bisher hat Gold seit Jahresanfang ca. 17% gewonnen und das passt gut zum Durchschnitt der letzten 10 Jahre. In den 70er Jahren stieg es 1972 um 49,7%, 1973 um 73,5%, 1974 um 60,1% und 1979 um 140%. Vor dem Hintergrund der extremen Verschuldung haben wir im aktuellen Bullenmarkt erst den Anfang gesehen.

Immerhin 10 Jahre schlägt Gold jetzt alle anderen „Anlagen“ und macht fast jedes Jahr ein neues Hoch, doch die Presse tritt leise. Sie erinnern sich bestimmt an die täglichen Jubelhymnen, als Nasdaq, Neuer Markt und Dax zu Zeiten der Blase von einem Hoch zum nächsten eilten. Beim Gold – Fehlanzeige. Und gerade deshalb wird es weitergehen. Seit der Lehman-Krise dämmert es einigen, dass hier eine Zeitenwende ansteht. Einige große Ablenkungsmanöver wurden lanciert – Mega-Waffen-Deal der USA mit Saudi-Arabien zum Schüren der Spannungen im Nahen Osten, Abschiebung von Zigeunern aus Frankreich, Sarrazin etc... Sicherlich verdient alles Aufmerksamkeit, doch welche Bedeutung hat das- verglichen mit der anstehenden Vernichtung des Papiergeldsystems? Eine andere, sehr machtvolle Ente, ist das ständige Gerede um Deflation, wodurch potentielle Käufer von Edelmetallen abgehalten werden sollen. Seit 10 Jahren stehen die Deflationsgläubigen an der Seitenlinie und verpassen die Hausse. Immer wieder werden Japan und die USA verglichen, doch das sind Äpfel und Birnen. Beide Volkswirtschaften sind völlig verschieden und während die eine auf dem Weg zur Hyperinflation eine deflatorische Phase einschiebt, die den Yen-Goldpreis von einem munteren Anstieg nicht abhielt, geht die andere den direkten Weg und druckt sich aus der Misere – Endergebnis identisch. Japan wird nach der Währungsreform noch seine Industrie haben und die USA? Gerade wurde von Jan Hatzius, deutscher Chef-Volkswirt von Goldman Sachs, ein neues Stimuluspaket für die USA ins Gespräch gebracht. Die FED könnte gegen Ende des Jahres erneut mit dem Ankauf von Staatsanleihen im Umfang von bis zu 1 Billion USD beginnen. Das dürfte ungefähr das halbe Defizit des Kalenderjahres 2010 sein. Hatzius sieht zwar die Konjunktur in den USA auf gutem Wege (in einigen Monaten werden wir auch hier eine Neueinschätzung vernehmen), doch sei sie zu schwach, um ohne weiteren Stimulus Fahrt zu gewinnen. Bisher nur Gerede von Goldman, doch ihre Verflechtungen in US-Regierungskreise sind bekannt, die Sache ist also glaubwürdig. Die Alternativen lauten nur, Untergang heute oder Untergang durch Drucken weiter vertagen. Während also die wirtschaftlichen Verwerfungen tiefer werden, hält sich die offizielle Inflation noch zurück, auch aufgrund der angstgetriebenen Anleihekäufe durch Großanleger. Für Bullionanleger eine hervorragende Situation, da die reale Kaufkraft von Gold und Silber weiter zulegt. Man kann sich in den kommenden Jahren auf eine Fortsetzung und Beschleunigung dieses Trends einstellen, während gleichzeitig die Masse der Leute immer weniger Geld hat, Gold oder Silber zu kaufen. Im Unterschied zur „Milchmädchen- Hausse“ der End-1990er Jahre, wo sich mancher Otto-Normalverbraucher wohlhabend fühlte, steigende Aktien (in den USA auch Immobilien) belieh und immer mehr kaufte, hat dieses Perpetuum-Mobile seit Jahren den Geist aufgegeben. Während also die Edelmetalle munter weiter steigen werden, hat die Mittelschicht immer weniger die Mittel, auf der Welle mitzureiten. Stattdessen wird sie Opfer von Sparpaketen zur Rettung der Banken. Lesen Sie die Geschichten aus den USA, England, Griechenland oder Spanien. Ein Verarmungsprogramm unglaublichen Ausmaßes läuft. Und diese Machenschaften, die ganz klar den Interessen der meisten Menschen zuwider laufen, werden von der Systempresse als unvermeidlich hingestellt. Das war das anfangs erwähnte Stichwort, um Sie noch auf eine interessante Idee des Bundespräsidenten aufmerksam zu machen. Bundespräsident Wulf fordert tatsächlich eine „ISO-Norm für Journalisten“, nachzulesen hier: http://www.welt.de/politik/ article9665232/Wulff-fordert- ISO-Norm-fuer-Journalismus.ht ml. Wer sich also in Zukunft nicht der gleichgeschalteten Gutmenschen- Mafia unterwirft, der wird geächtet? Man wundert sich über nichts mehr in dieser DDR2- „Demokratie“ in der Endphase. Spiegelbildlich zum Verfall jeder Normalität (!) steigen die Edelmetalle als Korrektiv weiter und immer weiter, von einem Hoch zum nächsten.

Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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