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Veröffentlicht von Redaktion "Frankfurter Tagesdienst" am 07.12.2010

Auf der Seite 4 dieser Ausgabe lesen Sie, dass sich die US-Regierung am gestrigen Tag von Ihrer Beteiligung an der Citigroup getrennt hat

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In diesem Zusammenhang wurde bekannt, dass sich die Rettung für den Staat auch finanziell gelohnt hat. Die kolportierten 12 Mrd. Dollar, die in den Staatshaushalt geflossen sind, wecken Begehrlichkeiten. Dabei dürfte es bei dieser Summe nicht bleiben. Auch aus dem Engagement bei General Motors und dem Versicherungskonzern AIG werden Gewinne erwartet.

Auch der deutsche Staat war im Rahmen der Finanzkrise gezwungen, einigen Unternehmen unter die Arme zu greifen, um den Finanzsektor vor einem größeren Schaden zu bewahren. Die Frage, wie es um die Bilanz der deutschen Rettungstaten steht, drängt sich förmlich auf. Der Chef des deutschen Rettungsfonds SoFFin hatte sich bereits im vergangenen Jahr zu Wort gemeldet und darauf verwiesen, dass Retten kein lukratives Geschäft ist. Diese Formel gilt aber bislang offenbar in erster Linie für Deutschland. Rund 30 Mrd. € sind in direkte Hilfszahlungen und Beteiligungen an angeschlagenen Instituten wie Aareal Bank, Commerzbank, Hypo Real Estate (HRE) und die WestLB geflossen. Lediglich 150 Mio. € sind bislang zurückgezahlt worden. Das vergangene Jahr schloss der SoFFin mit einem Minus von 4,3 Mrd. € ab. Auch für das laufende Jahr ist kein Überschuss zu erwarten. Im Wesentlichen ist diese Entwicklung auf die bislang aussichtslosen Bemühungen zurückzuführen, die HRE zu konsolidieren. Selbst bei der Commerzbank ist bislang nichts zu holen. Hier steht eine Vereinbarung im Weg, die das Kreditinstitut davor schützt, Zinsen auf die Finanzspritze zahlen zu müssen, solange keine Gewinne geschrieben werden. Letzteres wird wohl frühestens im kommenden Geschäftsjahr der Fall sein. Der deutsche Finanzminister muss sich also noch ein wenig gedulden, bis auch dem deutschen Staatshaushalt eine kleine Zusatzeinnahme winkt.

Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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