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Veröffentlicht von Redaktion "zertifikate kompakt" am 18.12.2009

Eine exklusive Leseprobe des Börsenbriefs der Ausgabe vom 18.12.2009:

Börsenbrief zertifikate kompakt
zertifikate kompakt

Weimer Media Group GmbH - veröffentlicht diesen Börsenbrief seit Januar 2000

Antworten vom Orakel

Omaha ist eine Stadt im Mittleren Westen Amerikas mit weniger als einer halben Million Einwohner. Für den größten Teil des Jahres erscheint der Ort wenig spektakulär. Doch immer am ersten Maiwochenende wird die Stadt zum Mittelpunkt des Finanz- Universums: Denn dann findet hier die legendäre Jahreshauptversammlung von Berkshire Hathaway statt. CEO ist niemand Geringerer als der Investor Warren Buffett, der seine Aktionäre alljährlich zu einer Finanzveranstaltung der besonderen Art in seiner Geburtsstadt willkommen heißt.

2008 war Buffett noch der reichste Mann der Welt, 2009 reichte es allerdings nur noch zum zweiten Platz hinter Microsoft-Gründer Bill Gates, der zu seinen Freunden zählt. Der Anziehungskraft Buffetts tut dies jedoch keinen Abbruch, immerhin ist er rund 40 Mrd. US-Dollar schwer, schätzt das amerikanische Forbes- Magazin. Nicht nur sein Geschick als Investor, sondern auch seine Persönlichkeit macht seine Faszination aus. Trotz seines Reichtums pflegt er einen vergleichsweise bescheidenen und bodenständigen Lebensstil. Er unterstützt mit seinem Geld zahlreiche wohltätige und gemeinnützige Einrichtungen. Seine Kinder sollen den größten Teil seines Vermögens nicht erben, stattdessen soll das Geld in die Bill & Melinda Gates Foundation fließen. Buffett ist eben anders, und auch die Berkshire-Hauptversammlungen sind nicht wie die anderer Unternehmen. Rund 20.000 Menschen strömen in das Qwest Center in Omaha, das auch „Woodstock für Kapitalisten“ genannt wird. Buffett und sein Partner Charlie Munger stellen sich auf diesen Treffen fünf Stunden lang geduldig den Fragen von Aktionären, Investoren, Neugierigen oder Umweltaktivisten, und sie beantworten wirklich jede Frage so gut sie können, ohne Anwalt oder Pressesprecher. Anekdoten und Informationen Autor Jeff Matthews beschreibt in seinem Buch eindrucksvoll, wie er als Manager eines Hedgefonds im Mai 2007 erstmals nach Omaha pilgerte und Buffetts Charme erlag. In seinem Online-Blog gewährte Matthews amüsante und aufschlussreiche Einblicke in den Ablauf der Versammlung, was auf so große Resonanz stieß, dass er sich schließlich dazu entschloss, ein ganzes Buch herauszubringen. Herausgekommen ist dabei zum einen eine höchst unterhaltsame Darstellung von Matthews Abenteuern rund um die Reise nach Omaha, gespickt mit zahlreichen Anekdoten. Doch zum anderen werden auch Fragen beantwortet, die Investoren unter den Nägeln brennen. Dazu gehört vor allem die Frage danach, wie man zu einem erfolgreichen Anleger wird. Aus den Fragestellungen der Omaha-Pilger leitet Matthews Ratschläge ab, die auch seine Leser berücksichtigen können, unter anderem, wie man Qualitätsunternehmen und fähige Manager erkennt. Auch sollte man auf seinen eigenen gesunden Menschenverstand hören. Ferner ist die Bedeutung eines intelligenten Partners nicht zu unterschätzen. Es handelt sich hier nicht um eine Biografie Buffetts oder eine Sammlung seiner Investment-Tipps. Vielmehr stehen die Fragen der Berskhire-Aktionäre sowie die Antworten des Duos Buffett/Munger im Fokus, die Matthews anschließend anhand seiner eigenen Erfahrungen im Finanzwesen einzuordnen und zu bewerten versucht. Fazit: Matthews teilt nicht nur seine persönlichen Erfahrungen aus Omaha mit seinen Lesern, sondern versteht es dabei, für Unterhaltung und Information zugleich zu sorgen. Sein Buch ist absolut lesenswert für alle Buffett-Anhänger. Hier können auch Investoren an der Pilgerfahrt nach Omaha teilnehmen, ohne selbst Berkshire- Aktien zu besitzen oder ins Flugzeug steigen zu müssen.

Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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