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Veröffentlicht von Redaktion "Investmentfonds-Newsletter" am 08.10.2009

Allianz RCM Thesaurus: Die Dreifachstrategie für deutsche Aktien

Allianz RCM Thesaurus: Die Dreifachstrategie für deutsche Aktien

Der Allianz RCM Thesaurus ist ein gutes Beispiel dafür, dass ein aktiv gemanagter Fonds langfristig bei gleichem oder geringerem Risiko seine Benchmark schlagen kann. Seit 1996 konnte der Fonds eine Rendite von 5,7% pro Jahr erzielen, sein Vergleichsindex HDAX (bestehend aus DAX, MDAX und TecDAX) kam dagegen auf nur 4,7% jährlich.

Das Investmentuniversum des Allianz RCM Thesaurus umfasst mit dem HDAX ein großes Spektrum deutscher Aktien. Tatsächlich finden sich im Portfolio aber vorwiegend Standardwerte wie E.ON, Siemens, BASF oder SAP. Gemanagt wird der bereits 1958 aufgelegte Fonds seit 13 Jahren von dem Mathematiker und Physiker Hendrik Büscher. Der Fonds verfolgt einen quantitativen Investmentansatz.

Der Investmentprozess gliedert sich in drei Teilstrategien. Hauptstrategie ist ein Preismomentumansatz. Dabei versucht Büscher, die Marktbewegungen zu seinen Gunsten zu nutzen. Das Über- und Untergewichten von Indexaktien des HDAX mit maximalen Abweichungen von 1,5% steht im Mittelpunkt der Strategie. Ziel ist es, ein Portfolio zusammenzustellen, das über verschiedene Marktphasen stabile und positive relative Erträge gegenüber dem HDAX liefert. Die Momentumstrategie wird durch eine Derivatestrategie (als Volatilitätsstrategie) und durch das Handeln von Aktienpaaren ergänzt. Alle drei Strategien werden statistisch betrachtet, sollen möglichst unabhängig voneinander sein und bestenfalls negativ miteinander korrelieren. Büschers Momentummodell ist langfristiger als die meisten Trendstrategien ausgerichtet. Zwar wird das Portfolio ständig überwacht, die aus der Momentumstrategie gesendeten Signale werden aber nur alle zwei bis drei Wochen überprüft. Die Implementierung der Strategien erfolgt über ein Kernaktienportfolio des HDAX und über Derivate.

Neben der Performance überzeugt der Allianz RCM Thesaurus auch mit Blick auf das Risiko. In Abschwungphasen verliert der Fonds weniger als der Kategoriedurchschnitt, in Aufschwungphasen kann der Fonds mehr Rendite erwirtschaften. Die Anleger sollten die Gebühren beim Allianz RCM Thesaurus beachten. Der höchstmögliche Ausgabeaufschlag beträgt 6% – sehr hoch für einen Fonds, der in deutsche Aktien investiert. Allerdings werden derzeit nur maximal 5% erhoben. Das Gleiche gilt für die jährliche Verwaltungsgebühr, die bis zu 2% betragen kann. Auch wird aktuell ein geringerer Satz von 1,35% erhoben. Der Fonds ist schon aufgrund der Gebühren vor allem für langfristig orientierte Anleger interessant. Sie finden mit dem Allianz RCM Thesaurus ein langjährig erfolgreiches, stabiles und breit gefächertes Investment in den deutschen Aktienmarkt.


Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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