Alles wartet heute auf Ben

Veröffentlicht von Der Goldreport Ltd am 19.06.2012
Dies ist eine exklusive Leseprobe von:

Der Goldreport

Die Welt starrt gespannt auf Ben Bernanke und seine Aussagen auf der heutigen FED-Sitzung in den USA. Um 20:15 Uhr unsere Zeit wird das Ergebnis verkündet.


Es ist extrem schwierig einzuschätzen, ob die FED bereits jetzt mit geldpolitischen Maßnahmen die einheimische Wirtschaft versucht zu stützen oder nicht. 

Viele Faktoren spielen hier eine Rolle. Der Arbeitsmarkt hat sich in den vergangenen Wochen stark abgekühlt, genauso wie einige Frühindikatoren für die Wirtschaft. Zudem schlägt die miese Stimmung in Europa ebenfalls auf das Gemüt der Amerikaner. Ein weiterer Punkt, der „pro“ Eingriff spricht ist die zuletzt leicht rückläufige Geldmenge in den USA und das Ende Juni die Operation Twist ausläuft. 

Gegen einen Eingriff sprechen derzeit die relativ stabilen Aktienmärkte in den USA. Der DOW JONES hat von seinem Hoch nur wenige Prozentpunkte verloren und von dieser Seite her besteht kein großer Druck, dass Ben Bernanke seinen Wallstreet-Freunden jetzt schon unter die Arme greifen muss.

Auch die Meinungen der „Profis“ gehen stark auseinander. Die hoch angesehenen Analysten von GOLDMAN SACHS rechnen zum Beispiel mit QE3, bei der die FED monatlich 50 – 75 Milliarden USD für den Aufkauf von Staatsanleihen investiert. Das Problem ist, dass man GOLDMAN SACHS nicht trauen kann! Andere Experten tippen auf eine Verlängerung der Operation TWIST, andere sagen es wird gar nichts passieren. 

Handelt Bernanke nicht, könnten viele Anleger enttäuscht sein 
Die große Gefahr sehe ich in der Erwartungshaltung im Markt. Die Aktienmärkte notieren in den USA fester. Es scheinen also schon einige Marktteilnehmer auf eine Lockerung durch die FED zu spekulieren. Kommt diese nicht, könnte es stärker nach unten gehen. 

Diese Gefahr haben wir auch beim Goldpreis. Als in den letzten Sitzungen weitere geldpolitische Maßnahmen verneint wurden, krachte der Goldpreis jedes Mal um mehr als 50$ nach unten. Handelt die FED heute wieder nicht, wäre ein erneuter Rutsch möglich. 

Aktuell schielen die Goldanleger aus meiner Sicht zu sehr auf die FED. Sicherlich wäre ein QE3 ein gewaltiges Kaufargument für Gold, doch der Goldpreis ist auch vor QE1 und QE2 hervorragend gestiegen. Wenn wir uns in diesem Zusammenhang die Geldmenge in den USA ansehen, wird einem ganz mulmig:


 

Das Grundproblem der heutigen Zeit ist die extrem hohe Verschuldung in den westlichen Nationen und die stetige Abwertung der Papierwährungen gegenüber Sachwerten. Das Geld ist bereits in den Markt gepumpt und wird extrem schwierig wieder abgezogen werden können. 

Ein weiterer Schub bei der Geldmenge durch QE3 wäre aber für uns Goldinvestoren aktuell hervorragend. Doch auch wenn dies nicht bzw. noch nicht geschieht, gibt es aktuell keine Anlagealternativen zu Gold, Silber und entsprechenden Rohstofffirmen. Ein Blick auf den Chart der Geldmenge reicht eigentlich aus. 

Technisch bleibt der Abwärtstrend bei Gold intakt und Unterstützungen liegen knapp oberhalb der 1.600 USD und zwischen 1.530 USD und 1.560 USD:

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