Aktien-Strategie: Äußerst günstig

Veröffentlicht von FSG Financial Services Group am 04.03.2012
Dies ist eine exklusive Leseprobe von:

Boerse-Daily.de

Ohne Computer geht bei Unternehmen (und natürlich auch in Privathaushalten) schon lange nichts mehr. Spätestens mit dem Siegeszug des Internets und der zunehmenden Vernetzung der verschiedenen IT-Geräte hat Otto Normalnutzer kaum noch eine Chance, die komplexe Welt der Bits und Bytes zu verstehen. Bevor die Bildschirme schwarz bleiben, beauftragen die meisten Firmen Spezialisten wie etwa die Cancom AG. Der in München beheimatete Konzern sieht sich als drittgrößtes herstellerunabhängiges Systemhaus in Deutschland und bietet eine umfassende Palette an IT-Produkten und zugehörigen Diensten. Vor allem den Service-Bereich, der weit höhere Margen verspricht als der reine Produktverkauf, will der Vorstand in den nächsten Jahren ausbauen. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf dem Thema Cloud Computing, dem Experten ein enormes Wachstumspotenzial voraussagen.


Marge mit Potenzial
Der Trend zu immer mehr IT hat Cancom schon in den vergangenen Jahren ein ordentliches Wachstum gebracht. Nach vorläufigen Berechnungen soll auch 2011 ein Umsatzplus von 15 Prozent auf 544,1 Millionen Euro in den Büchern stehen. Das EBIT wird demnach überdurchschnittlich um 22 Prozent auf 18,5 Millionen Euro klettern, was einer ordentlichen, aber noch ausbaufähigen Marge von 3,4 Prozent entspricht. Auch bei der Finanzlage sieht es gut aus. Den Angaben zufolge lagen per Jahresultimo 44 Millionen Euro Cash in der Kasse. Der Start in 2012 ist laut Vorstand gut gelaufen. Man rechnet daher mit einem anhaltend guten Umsatz- und Ertragsniveau. Die Chancen dazu stehen nicht schlecht. Der Markt für IT-Dienstleistungen soll in Deutschland nach Expertenschätzungen auch 2012 im mittleren zweistelligen Prozentbereich wachsen. Da Cancom stark auf das Inland fixiert ist und über 90 Prozent seiner Erträge in Deutschland erwirtschaftet, sollten die Konjunktursorgen an den Rändern Europas eine untergeordnete Rolle spielen. Für 2012 bin ich dennoch etwas vorsichtig und kalkuliere mit einem leichten Umsatzzuwachs auf 560 Millionen Euro bei einer EBIT-Marge von 3,6 Prozent. Mittelfristig halte ich durch den höheren Service-Anteil EBIT-Renditen bis zu fünf Prozent für realistisch. Da die Verlustvorträge aufgebraucht sind, sollte die Steuerquote ab diesem Jahr wieder normales Niveau erreichen, der Gewinn je Aktie entsprechend nur geringfügig zulegen.

Äußerst günstig
Neben dem organischen Wachstum gibt es reichlich Chancen für Zukäufe. Schließlich ist der Markt stark zersplittert. Dieses Potenzial ist nicht eingepreist - für einen Wachstumswert ist die Bewertung mit einem KGV für 2012 von unter acht günstig. Den fairen Wert für die Aktie sehe ich bei 13,50 Euro, was einem Potenzial von gut 40 Prozent entspricht. Auch charttechnisch kann die Aktie überzeugen: Seit dem Markteinbruch im vergangenen August hangelt sich das Papier kontinuierlich aufwärts und hat damit die entstandene Delle nahezu wieder ausgewetzt. Wegen der guten Wachstumsaussichten und der nach wie vor günstigen Bewertung sollte sich der Aufwärtstrend  fortsetzen. Nachdem die Aktie in den vergangenen Tagen leicht korrigiert und dabei einen Teil ihrer Überhitzung abgebaut hat, können Anleger das aktuelle Niveau für einen Einstieg nutzen.

Tageschart Cancom:

Kennzahlen:
Aktie: Cancom
Land: Deutschland
WKN: 541 910
Akt. Kurs: 9,41 Euro
52-Wochen-Hoch / Tief: 10,50 Euro / 6,74 Euro
Umsatz 11 / 12: 544 Mio. Euro / 560 Mio. Euro
EPS 11 / 12: 1,19 Euro / 1,22 Euro
KGV 11 / 12: 7,9 / 7,7
Marketkap.: 98 Mio. Euro

Kurschance: +40%

 

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