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Veröffentlicht von Redaktion "Frankfurter Tagesdienst" am 14.12.2010

2011 wird ein IPO-Jahr

2011 wird ein IPO-Jahr

Nachdem sich Börsenneulinge im Umfeld der Finanzkrise in den vergangenen Jahren nur sehr zögerlich auf das Parkett getraut haben, dürfte das Vertrauen der Anleger und die Zuversicht der Unternehmen inzwischen wieder groß genug sein, um die Versäumnisse der Vergangenheit aufzuholen. Für ein reges Interesse an neuen Investmentmöglichkeiten spricht auch, dass sich reichlich Kapital im Umlauf befindet, das händeringend nach neuen Häfen sucht.

Die wenigen Börsendebüts des Jahres 2010 brachten unter dem Strich ein durchwachsenes Ergebnis. Während Anleger mit Unternehmen wie Ströer, Brenntag, Tom Tailor oder Kabel Deutschland einen ordentlichen Kurszuwachs verbuchen konnten, wird bei den Aktionären von Joyou oder Travel Viva angesichts der schleichenden Kursverluste keine Freude aufgekommen sein. Bemerkenswert ist, dass sich an den Börsengängen des Jahres 2010 kaum Privatanleger beteiligt haben. Bei der überwiegenden Zahl der IPOs lag der Anteil der Aktien, die in institutionelle Hände gegangen sind, bei über 90 Prozent. Es fehlte schlicht an großen Namen, die es vermocht hätten, die Privatanleger anzulocken. 2011 dürfte es wieder etwas klangvoller zugehen. Unter anderem hat sich Schiesser angesagt. Designer Wolfgang Joop wird voraussichtlich kräftig die Werbetrommel rühren. Spielen die Märkte mit und handeln die Konsortialführer bei der Preisgestaltung mit Augenmaß, wird sich bei selektiver Herangehensweise eine ansehnliche Rendite erwirtschaften lassen. Wir bleiben wie gewohnt für Sie am Ball.

Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


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