Das unabhängige Börsenbriefportal
Dummy user
Veröffentlicht von Der Goldreport Ltd am 12.06.2012

Eine exklusive Leseprobe des Börsenbriefs der Ausgabe vom 12.06.2012:

Börsenbrief Der Goldreport
Der Goldreport

Der Goldreport Ltd - veröffentlicht diesen Börsenbrief seit Januar 2003

100 Milliarden Euro Hilfe verpufft

Die bereitgestellten 100 Milliarden Euro für die Rettung der spanischen Banken sorgten gestern zunächst für steigende Kurse an den Aktienmärkten. Doch die Wirkung verpuffte bereits innerhalb des Handelstages und die Gewinne wurden wieder eliminiert. Die Marktteilnehmer werden immer skeptischer und schnell wurden die Rufe laut, dass diese 100 Milliarden Euro nicht ausreichen würden, um den Wertberichtigungsbedarf der spanischen Banken abzudecken. Ähnlich wie in den USA ist hier eine gewaltige Immobilienblase entstanden.

Interessant war auch die Bewegung bei den spanischen Staatsanleihen. Die Hilfe der Eurostaaten soll sich offiziell ja nur auf die Bankenlandschaft in Spanien beziehen und nicht auf den Staatshaushalt selbst. So kam es dann, dass die Renditen für die spanischen Staatsanleihen gestern sogar noch gestiegen sind: Anstieg der Rendite auf 6,42%


 

Die Situation verschärft sich und alleine mit den Rettungsmaßnahmen durch andere europäische Staaten (die selbst kein Geld haben) türmt sich das Luftschloss immer weiter auf, ohne dass die Anleger das Vertrauen zurückgewinnen. Die EU-Politik ist völlig planlos und will zu immer verrückteren Mitteln greifen. 


EU droht Griechen: Begrenzung bei Bargeldabhebungen – Kapitalkontrollen – Rauswurf aus Schengener Abkommen

Wie gestern bekannt wurde, planen die Euro-Länder bei einem Austritt Griechenlands aus dem Euro extreme Eingriffe in die persönliche Freiheit. Es sollen die Abhebungen an Geldautomaten begrenzt werden. Die Kapitalkontrollen an den Grenzen sollen verschärft werden und es wird sogar überlegt, die Griechen bei einem Austritt aus dem Schengener-Abkommen zu schmeißen! Dies würde bedeuten, dass es den Griechen verwehrt würde, frei innerhalb dieser 26 Staaten zu reisen!!! Das ist krank! 


Jeder Eingriff des Staates wird aber genau das Gegenteil von dem bewirken, was die „schlauen“ Politiker damit erreichen möchten. Mit solchen Ankündigungen wird sofort ein weiterer Run auf Bargeld eingeleitet und die Situation bei den griechischen Banken verschlimmert. Versetzen Sie sich in die Lage eines Griechen, wenn sie derartige Pressemeldungen lesen. 

Der Hass auf die EU und den Euro wird doch nur noch vergrößert. Sie würden schnellstmöglich versuchen ihr Geld von der Bank zu holen und ins Ausland zu schaffen und im Extremfall sofort das Land verlassen! 


Durch die Eingriffe der Regierungen werden die Bürger immer weiter in ihrer persönlichen und finanziellen Freiheit beschränkt und so zu Sklaven des Staates. 

Dies ist nicht nur in Griechenland so. Überall wo fehlgeleitete Regierungen die Macht über das Papiergeld besitzen, kommt es früher oder später zur Versklavung, Entmachtung und Verarmung der Bürger. Diejenigen, die als erster Zugang zum Papiergeldsystem haben (Regierungen, Zentralbanken, Banken, Politiker, Beamte) profitieren von dieser Geldentwertung.


Die Zeche zahlen die normalen Bürger, die mittelständischen Unternehmen (to small to bailout) und die kleinen Unternehmer, bei denen das Geld erst am Ende ankommt. 

Das Papiergeldsystem befindet sich in den letzten Zügen! In den Hochsteuerländern klaut sich der Staat bereits die Hälfte jedes Einkommens, wie viel wollen Sie uns noch wegnehmen? Nur mit Sondersteuern, Abgaben und sonstigen Phantasiebelastungen kann derzeit noch neues Geld aufgetrieben werden. Die geplante Finanztransaktionssteuer ist wieder einmal so ein Hirngespinst unserer Politiker. Doch wir vorher bereits geschrieben, veranlassen solche Eingriffe des Staates den Menschen genau zum Gegenteil. Finanztransaktionssteuer in EuropaOkay, dann nehme ich mein Geld und verschaffe es ins Ausland! 

Ich war in den letzten beiden Wochen in Griechenland und habe dort mit einigen Bürgern gesprochen. Ob meine Eindrücke repräsentativ sind oder ob die von den Medien gezeigten Berichte dies sind, muss jeder selbst entscheiden. 

Jedenfalls habe ich verstanden, was die Griechen aktuell in die extremen Gruppierungen treibt. Das Versagen der regierenden Politiker und die Sorge ums Überleben. Es ist der Hass auf die Regierung, der die Wähler antreibt. Sie wollen frisches Blut (egal um welchen Preis) und keine weiteren Versprechungen. Ist ein Volk an diesem Punkt angelangt, driftet es zwangsläufig in die extreme Schiene ab. Wie sonst hätte Hitler an die Macht kommen sollen? 

Die Griechen haben Angst, dass sie von ihrem Lohn immer mehr Steuern an den Staat bezahlen müssen und ihren Lebensunterhalt nicht mehr bestreiten können. Schon jetzt kostet zum Beispiel ein Liter Benzin zwischen 1,80 Euro und 2 Euro. Auch sonstige Abgabenlasten steigen stetig an. Mit diesen weiteren „Sparmaßnahmen“ der Regierungen, die sich einfach immer mehr Geld von den Bürgern holen, wird doch die Schwarzarbeit immer lukrativer! Die Ersatzmärkte (am Staat vorbei) werden mit steigenden Abgabenlasten nicht eingedämmt, sondern erst wieder richtig attraktiv gemacht (das Gegenteil wird erreicht).


Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.


Börsenbrief Der Goldreport
PDF
Kostenlose Leseprobe- Ausgabe als PDF
Jetzt downloaden

© Lettertest.de - Alle Rechte vorbehalten. Datenschutz Impressum Gütesiegel