Leseprobe
Eine exklusive Leseprobe
des Börsenbriefs
›› TradersJournal
Trading und Intuition
Als ich gefragt wurde, ob ich das Vorwort zu dem Buch von Curtis Faith`s „Trading from Your Gut” schreiben will (in dem sich alles um Trading und Intuition dreht) – brachte mich diese Anfrage dazu, einmal darüber nachzudenken, was es überhaupt für unterschiedliche Arten von Intuition gibt. Intuition ist ein Konzept mit dem ich sehr gut vertraut bin und von dem ich glaube, dass es extrem wichtig für den Erfolg beim Trading ist. Hier nun eine kurze Auflistung über die verschieden Intuitionsarten und wie nützlich sich diese in meinem Berufsleben erwiesen haben.
John Templeton‘s grandiose Intuition
Ein tolles Beispiel für den sehr erfolgreichen Einsatz der Gabe der Intuition sind einige Spekulationen des legendären Fondsmangers John Templeton. Irgendwie schaffen es Investoren mit einer gut entwickelten Intuition (so wie John) vorauszuahnen, wann sich der Markt dreht und können dann blitzschnell aussteigen. Oder sie nehmen rasch wahr, wenn sich hervorragende Möglichkeiten für eine erfolgversprechende Spekulation ergeben. John Templeton nutzte seine Gabe, um zu Beginn des Jahres 2000 viele dotcom- Unternehmen zu shorten. In den späten 90igern teilten zwar die meisten Investoren Templeton’s Meinung: Das Geschäftsmodell der dotcoms spiegelte in keiner Weise die Höhe der Aktienkurse wider, denn sie waren völlig überzogen. Doch nur wenige Trader handelten entsprechend. Templeton dagegen setzte seine Meinung in die Tat um und bewies dabei ein unglaubliches Timing, indem er schon sechs Monate vor dem Niedergang der dotcoms seine Short-Positionen einging. Wie konnte er wissen, wann genau er beginnen sollte, diese Unternehmen zu shorten? Intuition! Ähnliches haben andere Investoren vollbracht, die in den Jahren 1929 und 1987 rechtzeitig die großen Wendepunkte der Märkte vorausgesehen haben. Das Timing dieser Leute war absolut großartig und die einzige Erklärung dafür ist eine hochentwickelte Intuition. Hier noch ein persönliches Beispiel: Ich habe einem Klienten von 1994 einige „tiefenpsychologische Prozesse“ beigebracht. Als Resultat erhielt er Zugang zu seiner „inneren Führung“ (Intuition). Zu dieser Zeit verfügte er zwar bereits über ein stattliches Tradingkonto, doch mit Hilfe seiner Intuition gelang es ihm bis Mitte 2008 ein Wachstum von satten 5100 % zu generieren. Und dann sagte ihm seine Intuition mit dem Traden aufzuhören, gerade rechtzeitig bevor der Markt Ende 2008 zu kollabieren begann!
Fazit:
Bedauerlicherweise beschäftigen sich die wenigsten Trader mit der Entwicklung ihrer Intuition und den großen Vorteilen, die sich daraus für ihr Tradingverhalten ergeben können. Nein - die meisten Trader und Investoren wollen harte Fakten und computergestützte Methoden, die „funktionieren“. Ich habe jedoch nach fast 30 Jahren Erfahrungen als Trading-Coach die feste Überzeugung gewonnen, dass man kein herausragender Trader werden kann, wenn man sich ausschließlich auf mechanische Handelsansätze verlässt. Man muss vielmehr seine Instinkte trainieren, um die besten Resultate zu erzielen. Daher ist für mich die Intuition ein integraler Bestandteil der großen Erfolge, die die besten Trader der Welt regelmäßig vorweisen können.
Von Redaktion "TradersJournal"
Der obige Artikel stellt die Meinung des genannten Autors und/oder der genannten Börsenbrief-Redaktion dar und ist als unverbindliche Information anzusehen und keine Anlageempfehlung.
